Amberg-Sulzbach.
Weitere Klassen für junge Flüchtlinge

(tk) Kinderhandel, Bürgerkriege, körperliche Misshandlungen oder Zwangsrekrutierung als Kindersoldaten - Gründe, warum Minderjährige ohne Eltern ihre Heimatländer verlassen, gibt es viele. Junge Menschen, die oft traumatische Situationen und teilweise eine monate- oder jahrelange Flucht hinter sich haben, brauchen einen Ort, der ihnen Sicherheit gibt. In Amberg sind das die beiden Wohngruppen in der Innenstadt und an der Krumbacher Straße (wir berichteten).

Was die Jugendlichen, die zwischen 15 und 18 Jahre alt waren, als sie das Stadtgebiet erreichten, aber auch benötigen, ist Unterricht. Seit September 2013 gibt es am Beruflichen Schulzentrum eine Klasse für Asylbewerber, in der vergangenen Woche ist eine weitere hinzugekommen, deren Abkürzung BIJ/V-H heißt. Dahinter verbergen sich die Wörter Berufsintegrationsjahr, Vorklasse und Halbjahr. Im Zweckverband der Berufsschulen erklärte Ambergs Schulamtsleiter Wolfgang Meier, am Dienstagnachmittag, dass in der vergangenen Woche oberpfalzweit zehn dieser Klassen begonnen haben - jeweils eine in Amberg und Sulzbach-Rosenberg. Der Unterschied zu den bisherigen Klassen: Die Stunden sind auf ein halbes und kein ganzes Schuljahr ausgelegt.

Die Schwerpunkte liegen laut Meier in der sprachlichen Förderung und Alphabetisierung. Auch sozialpädagogische Beratungen sind Teil des Programms.
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