Ammerthal am Ende ohne Chance

45 Minuten lang wehrten sie sich tapfer, dann lief 45 Minuten nicht mehr viel zusammen. Die DJK Ammerthal kassierte am Freitagabend mit dem 0:5 bei der SpVgg SV Weiden die nächste Niederlage.

Weiden/Ammerthal. Der Fußball-Bayernligist SpVgg SV Weiden ist weiter in der Erfolgsspur - und liegt punktgleich mit Spitzenreiter Jahn Forchheim in der Tabelle ganz vorne. Die Elf von Trainer Christian Stadler besiegte am Freitagabend im Sparda-Bank-Stadion vor 430 Zuschauern im Oberpfalz-Derby die DJK Ammerthal mit 5:0. Die Gäste bauten in der Partie nach einer guten ersten Halbzeit in der zweiten immer mehr ab und resignierten angesichts der Überlegenheit der Gastgeber, denen das kräfteraubende Pokalmatch vom Dienstag nur in der Anfangsphase in den Knochen steckte.

Ammerthals Coach Markus Mühling wollte nach dem Schlusspfiff gar nicht um den heißen Brei herumreden. "Wir haben es leider nur 20 Minuten geschafft, ansatzweise auf Augenhöhe mitzuspielen", gab der Coach zu. "Weiden hat danach wahnsinnig schnell umgeschaltet. Nach dem zweiten Gegentor war es für uns vorbei." Wie chancenlos sein Team war, fasste Mühling in einem Satz zusammen: "Weiden ist die mit Abstand stärkste Mannschaft, gegen die wir bisher in der Bayernliga gespielt haben." Hochzufrieden war natürlich sein Gegenüber Christian Stadler: "Am Anfang haben wir uns schwer getan. Aber nach dem 1:0 waren Räume da und dann spielen wir hervorragend." Eine Stadler-Aussage klang dann schon wie eine Warnung an die Konkurrenz: "Meine Mannschaft lebt für den Fußball. Wir haben noch Potenzial nach oben."

Mühling musste in Weiden auf die langzeitverletzten Jan Fischer, Tobias Laurer, Patrick Harmel und Nikolai Seidel verzichten. Zudem fehlte aus beruflichen Gründen Alexander Bucher. Daher veränderte Mühling seine Anfangsformation gegenüber der Vorwoche nur auf einer Position. Für Nico Becker durfte dieses Mal Dominik Haller ran. Kurz vor Spielbeginn gab es noch eine Änderungen in der Ammerthaler Aufstellung: Rafael Wodniok verletzte sich beim Aufwärmen, für ihn begann Lukas Jelinek.

Nach vorsichtigem Beginn, in dem sich keines der beiden Teams eine Blöße geben wollte, gab es seitens der DJK Ammerthal den ersten Warnschuss Richtung Weidener Tor: In der dritten Minute leistete sich die SpVgg SV einen Fehlpass im Spielaufbau, doch Dominik Hallers Schuss aus 20 Metern ging weit am rechten Pfosten vorbei. Erst nach gut einer Viertelstunde nahm die Begegnung etwas an Fahrt auf und wurde rassiger. Die Weidener wurden nach knapp 30 Minuten für ihr Engagement belohnt: Nach einem mustergültigen und schnellen Angriff aus der eigenen Hälfte heraus, spielte Hegenbart genau auf den mitgelaufenen Stefan Graf. Der scheiterte freistehend vor Schmidt aus 14 Metern zunächst am DJK-Keeper, vollstreckte im zweiten aber eiskalt (26.). Einen Auftakt nach Maß erwischte die Stadler-Elf in der zweiten Halbzeit. Nach nur drei Minuten klingelte es erneut im Ammerthaler Kasten. Auf der rechten Seite hatte sich Thomas Wildenauer durchgetankt, seine Flanke nach innen fand in Michael Riester einen dankbaren Abnehmer. Aus kurzer Distanz schob er in bester Torjäger-Manier zum verdienten 2:0 ein. In der Folgezeit beschränkte sich die SpVgg SV, der das Pokalspiel vom Dienstag noch in den Knochen steckte, darauf, das Ergebnis zu verwalten. Die Gäste hingegen wollten, konnten aber nicht. Die Weidener nutzten ihre Chancen, die sie hatten, danach eiskalt und legten noch drei Treffer nach.
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