Amsterdam.
Kulturnotizen Falscher Van Gogh für 15 Millionen Euro

(dpa) Die niederländische Polizei hat einen Mann festgenommen, der ein gefälschtes Bild des Malers Vincent van Gogh (1853-1890) verkaufen wollte. Der Niederländer hatte das Gemälde international für 15 Millionen Euro zum Kauf angeboten, teilte die Polizei am Freitag mit. Bei dem Werk sollte es um eine Vorstudie zu dem echten Van Gogh-Gemälde "Die Ernte" (1888) gehen. Der 56-Jährige hatte den Angaben zufolge die Echtheit des Werkes mit gefälschten Dokumenten belegen wollen. Aus mehreren Ländern hätten sich Interessenten gemeldet.

Viele Besucher bei Napoleon-Ausstellung

Ingolstadt/Augsburg.(KNA) Die Landesausstellung "Napoleon und Bayern" entwickelt sich zum Besuchermagneten: Bereits 75 000 Interessierte sahen die Schau über die Beziehungen des französischen Kaisers zu seinem Verbündeten im Neuen Schloss Ingolstadt, wie das Haus der Bayerischen Geschichte am Freitag mitteilte. Viele Familien nutzten "Napoleon und Bayern" als Ausflugsziel. Nicht selten würden 1 000 Besucher pro Tag gezählt. Die Schau mit vielen Mitmachstationen sowie Leihgaben aus Frankreich, Österreich und Russland ist bis 31. Oktober geöffnet. Bis Mitte September gibt es ein erweitertes Führungsangebot.

Filmemacher-Archiv dient der Forschung

Berlin.(dpa) Das Archiv des Filmemachers und Autors Alexander Kluge wird für Forschungszwecke erschlossen. Wie die Berliner Akademie der Künste mitteilte, sollen die Dokumente am 15. September bei einer Veranstaltung gemeinsam mit Kluge erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Der 83-Jährige gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Neuen Deutschen Films. Er hat der Akademie sein Archiv vermacht. Die ersten Teile nehmen zehn Regalmeter in Anspruch, weitere Konvolute sollen folgen.

Kritik an Italiens Kulturminister

Rom.(dpa) Nach der Ernennung ausländischer Direktoren für angesehene italienische Museen muss sich der italienische Kulturminister gegen Kritik verteidigen. "Die Ausländer-Debatte zeugt von einem fürchterlichen Provinzialismus", sagte Dario Franceschini der Zeitung "La Stampa". "Als Gabriele Finaldi zum neuen Leiter der National Gallery ernannt wurde, hat niemand geschrieben: Was für ein Horror, ein Italiener in London." Das Kulturministerium hatte diese Woche unter 20 neuen Leitern für Museen und Kultureinrichtungen in Italien sieben Ausländer ernannt, darunter auch drei Deutsche wie den Kunsthistoriker Eike Schmidt für die Uffizien in Florenz. Der gebürtige Freiburger wird als erster nicht-italienischer Chef die Gemäldesammlung führen.
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