Amtsgericht Amberg ordnet Zwangsversteigerung für mehr als 80 Wohneinheiten an
Baumann-Immobilien auf der Liste

Mehr als 80 Wohnungen kommen in Auerbach unter den Hammer. Beim Amtsgericht Amberg sind in der Liste der Zwangsversteigerungen mehrere Gebäudekomplexe der Bergstadt verzeichnet, die seinerzeit durch die Immobilienfirmen des Georg Baumann errichtet wurden.

Die größte Einheit, die am 29. Januar versteigert werden soll, befindet sich in der Bernreuther Straße und wurde im Jahr 1995 errichtet. 40 Wohneinheiten mit Balkon und Tiefgarage sind darin enthalten. Der Wert des Komplexes wird mit 1,3 Millionen Euro beziffert.

Der erste Gebotsvorschlag liegt bei 650 000 Euro. Wer diesen Gebäudekomplex erwirbt, der muss allerdings auch gleich mit Investitionen rechnen, sind doch auf beim Amtsgericht Amberg Bauschäden aufgeführt, die mit einem Aufwand von veranschlagten 60 000 Euro beseitigt werden müssen. Das Gebäude liegt auf einem rund 2200 m² großen Grundstück.

Bereits acht Jahre vorher hatte die Immobilienfirma unter Baumann an der Neuhauser Straße einen Wohnungskomplex mit 35 Einheiten errichtet. Diese befinden sich ebenfalls auf der Liste der zu versteigernden Gebäude.

Der Wert liegt hier auch bei 1,3 Millionen Euro, inklusive Garagen, Tiefgaragenstellplätzen und Freiplätzen für Kraftfahrzeuge. Augenscheinlich befindet sich dieses Gebäude in einem besseren Zustand, da hier keine Schadensvorgaben zu verzeichnen sind.
Ein kleineres Objekt ist der Gebäudekomplex an der Behälterwiese, der 1985 errichtet wurde. Vierzehn Wohnungen sind dort gebaut worden, Stellplätze und Gartenfreifläche inklusive. Mit einem Wert von 630 000 Euro steht die zu versteigernde Immobilie beim Amtsgericht Amberg, der Gebotsvorschlag lautet auf 315 000 Euro. Damit ist das Firmengeflecht um den Auerbacher Georg Baumann wieder einmal in den Schlagzeilen. Zuletzt machte Baumann von sich reden, als er zusammen mit Alfred Böhm die Firma "entec " gründete.

Firmensitz war auf dem Gelände der ehemaligen "Nütro" im Industriegebiet Leonie. Dort waren die Arbeiter mit eigenentwickelten Holzgasheizkraftwerken beschäftigt. Leider zerschlug sich die Firma schon bald.
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