An der Grenze des Machbaren
Im Blickpunkt

Tirschenreuth. (bz) Die Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen ist für Wolfgang Lippert "eine Herausforderung, der wir uns aber stellen müssen". In der jüngsten Sitzung des Kreistags bekannte der Landrat aber auch, dass die Verwaltung und die ehrenamtlich arbeitenden Hilfsdienste bei der Bewältigung dieser Aufgabe an die Grenze des Machbaren stoßen.

Wie berichtet, ist nach einem Gespräch mit der Regierung der Oberpfalz nun die Dreifach-Turnhalle der Berufsschule Wiesau im Notfallplan zur Unterbringung von gut 200 Menschen vorgesehen.

Drei Standorte, wie zunächst vom Krisenstab am Landratsamt ins Auge gefasst, sind nach den Ausführungen von Wolfgang Jäger schon allein aus logistischen und organisatorischen Gründen nicht möglich. Der Leiter der Sozialhilfeverwaltung am Landratsamt, sprach von einer gewaltigen Kraftanstrengung für alle, vor allem für die Hilfsdienste.

Denn bekommt der Landkreis ein Notfallkontingent zugeteilt, kann das zu jeder Tages- und Nachtzeit sein. Und dann muss die Unterbringung schon stehen. Der Landkreis muss nicht nur für Betten und Verpflegung sorgen, sondern auch für ein Eingangsscreening, für eine medizinische Untersuchung und Betreuung vor Ort. Sanitäre Einrichtungen, ein Reinigungs- und auch ein Sicherheitsdienst sind vonnöten. "Bei maximal drei Tagen Vorlauf können wir nicht einfach warten,", so Jäger. Der Sprecher hoffte dennoch, dass der Notfallplan das bleibt, was er ist: Ein Plan.

Mietvertrag nur für ein Jahr

Tirschenreuth. (bz) "Heute kommt der Anruf, morgen steht der Bus vor der Tür." Die Unterbringung von Asylbewerbern ist ein hartes Geschäft, wie Wolfgang Jäger von der Sozialhilfeverwaltung in der jüngsten Kreistagssitzung schilderte. 206 Asylbewerbern aus aller Herren Länder und 50 Flüchtlinge - weitgehend aus Syrien - sind derzeit im Landkreis Tirschenreuth. Der überwiegende Teil, nämlich 130, in der Sammelunterkunft in Tirschenreuth, der Rest in dezentralen Einrichtungen in Neusorg, Brand, Mitterteich, Fuchsmühl, Kemnath, Hahneneggaten und Walbenreuth.

Dass die Suche nach geeigneten Unterkünften sehr arbeitsaufwendig ist, verdeutlichte Jäger. "Wir haben bislang allein 60 Angebote besichtigt, viele erfüllen nicht die Anforderungen." Da geht es um den baulichen Zustand, vor allem um den Brandschutz. Außerdem sollte ein Ansprechpartner vor Ort sein, so eine Art Hausmeister. Das Landratsamt sucht vorwiegend möblierte Räume. Und der Mietvertrag läuft meist nur ein Jahr, allerdings mit der Option einer Verlängerung.

Service

Schlafapnoe

Treffen der Selbsthilfegruppe am Mittwoch, 12. November, um 19.30 Uhr im Pfarrheim Wiesau. Notarin Sonja Pelikan aus Waldsassen spricht zum Thema "Erben und Vererben".

Mitterteicher Tafel

Mittwochs und samstags von 14 bis 15.15 Uhr zur Abholung von Lebensmitteln, Wiesauer Straße 20. Mitterteich, geöffnet.
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