An der Kapelle wurde Andreas Setterl geboren
"Maria zur Fichte"

Eine Konzentration von Klein- und Naturdenkmälern ist die Kapelle "Maria zur Fichte" - wegen dem dort geborenen Stifter auch "Setterlkapelle" genannt - mit Feldkreuz mit Totenbrettern und Linde als Naturdenkmal. Die etwas jüngere Fichte erhält ebenfalls einen historischen Bezug. Bild: gl
Etwas abseits von der Staatsstraße 2154 und am Kapellenweg am Ortseingang aus Richtung Schönsee steht die Kapelle "Maria zur Fichte", im Volksmund als "Setterlkapelle" bezeichnet. Denn wie an einer Schrifttafel neben dem Eingang zu lesen ist, wurde dort am 22. August 1811 der Schönseer Bürgerssohn Andreas Setterl geboren.

Wie Emmi Baier in ihrer Broschüre über die Kirchen und Kleindenkmäler festgehalten hat, erwarb der spätere Kupferschmiedemeister drei Dezimal Grund an seinem Geburtstort und ließ, vermutlich neben einer Fichte eine Kapelle, "Maria zur Fichte" genannt, errichten. Das Grundstück übertrug er der Gemeinde Weiding und stiftete ein Kapital für die Unterhaltung, das in der Inflation unterging. Die Kapelle wurde 1947 und 1948 mit einem Türmchen mit Glocke versehen und seither mehrmals renoviert.

Der Altar, der aus der Stiftskirche von Herrieden (Mittelfranken) stammt, befand sich von 1851 bis 1956 in der Pfarrkirche Sankt Nikolaus und wird derzeit, weil marode, umfassend renoviert. Neben der Kapelle wurde 1979 ein vom Steinmetz Josef Zwicknagel renoviertes ehemaliges Grabkreuz errichtet und mit Totenbrettern an altes Brauchtum erinnert. Die vor der Kapelle befindliche mächtige Linde wurde von der Naturschutzbehörde als Naturdenkmal deklariert und wird mit einem entsprechenden Schild gekennzeichnet. Auch eine neue Fichte reckt sich empor, sodass die Bezeichnung "Maria zur Fichte" neben Setterlkapelle weiterhin berechtigt ist.
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