An Gottes Segen gelegen

"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr". Der Leitspruch der Feuerwehren gilt auch heute noch. In Wondreb sogar im besonderen Maße.

"Ihr wollt eure neue Fahne segnen lassen, weil ihr wisst, an Gottes Segen ist alles gelegen", sagte Pfarrer Ludwig Steinhauser am Sonntag beim Festgottesdienst, musikalisch umrahmt von der Blaskapelle Großkonreuth.

Eröffnet wurde der Festtag mit einem stattlichen Kirchenzug. Unter den Gästen auch Landrat Wolfgang Lippert, sein Stellvertreter Dr. Karl Scheidler, MdB Reiner Meier und 2. Bürgermeister Peter Gold. Gleich zu Beginn seiner Predigt erinnerte Pfarrer Ludwig Steinhauser an die Gründung der Feuerwehr vor genau 140 Jahren. "Sie haben schon damals den Leitspruch ,Gott zur Ehr, dem Nächsten zu Wehr' gewählt"

Zwar habe sich seit der Gründungszeit vieles verändert, nur der Leitgedanke sei gleich geblieben. Der Geistliche nannte es heute nicht mehr selbstverständlich, sich auf Gott zu berufen, so wie es die Feuerwehr Wondreb tue. Vielmehr sei es heute modern, sich eine Welt ohne Gott vorzustellen. "Viele Menschen sind scheinbar ohne Gott glücklich."

Steinhauser forderte die Zuhörer auf, sich nicht irre machen zu lassen. "Gott lebt, er wirkt bis heute hinein in unsere Welt." Der Geistliche rief die Gläubigen auf, wieder mehr den Sonntag zu achten. "Es wird der Tag kommen, an dem wir Rechenschaft ablegen müssen." Der Feuerwehr dankte er für ihren Einsatz. Es sei ein christlicher Lebensgrundsatz, immer für den Nächsten da zu sein. "Dient einander in Liebe" zitierte er den heiligen Paulus und bat darum, "Gott immer die Ehre zu geben".

Fahnenbraut Nadine Gmeiner erbat den Segen für die neue Vereinsfahne. Fahnenjunker Johann Kraus versprach, sich immer der Ehre bewusst zu sein, wenn er die Fahne an der Spitze der Feuerwehr trage. Fahnenbänder der Fahnenbraut, der Festdamen, des Paten der Feuerwehr Tirschenreuth und der Stadt in Erinnerung an die verstorbenen Kameraden, wurden an die neue Vereinsfahne geheftet.

Landrat Wolfgang Lippert überbrachte die Glückwünsche des Landkreises zum 140. Geburtstag. 2. Bürgermeister Peter Gold erinnerte ebenfalls an die Gründung. Schon damals sei es das Ziel der Wondreber gewesen, sich in Notsituationen selber helfen zu können. "Die Feuerwehr ist die mutigste Bürgerinitiative in Deutschland." Dabei werde die Arbeit oft erst registriert, wenn wirklich etwas geschieht. Als größte Stärke der Feuerwehren bezeichnete er ihre Kameradschaft. "Ohne diesen Geist wäre vieles nicht erreichbar, wie das Fest in Wondreb zeigt."

Beispiel Wondreb

Gold wusste vom hohen Stellenwert der Feuerwehr in der Bevölkerung, gerade auch im dörflichen Bereich. "Unsere Feuerwehren nehmen oftmals den Ortsmittelpunkt im gesellschaftlichen Leben ein. Das Beispiel Wondreb lässt grüßen".
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