Anders als die sechs Werktage

Kathrin Karban-Völkl bei ihrem Referat vorm Landvolk. Bild: hfz

Wie ein guter Freund sollte er behandelt werden, sagte Kathrin Karban-Völkl, ihn hegen und pflegen. "Sonntag - Bitte nicht stören !", war der erfrischende Vortrag beim Landvolk überschrieben.

Die Religionspädagogin aus Kemnath begann ihren Vortrag zum Sonntag mit einem passenden Lied: "Damit das Leben neuen Farbenglanz erhält und unsere Herzen wieder staunen, feiert diesen Tag." Anhand der einzelnen Buchstaben des Wortes Sonntag gab Karban-Völkl viele Impulse und Denkanstöße zu dessen Gestaltung. So könne das "S" für Sonne oder Solo des Alltags stehen. "Sorgen Sie dafür, dass es schöne Momente am diesem Tag für Sie gibt. Denn das Schöne kann man an andere weitergeben. Falls sie am Abend schlecht drauf oder kaputt sind, ist der Tag falsch gelaufen", stellte die Religionspädagogin fest.

Abheben vom Alltag

Mit dem Buchstaben "O" verbinde sich Ostern - das heißt die Auferstehung, die Christen jeden Sonntag feiern. Man könnte es aber auch mit "Obacht" deuten. "Sie müssen aufpassen, dass der Sonntag anders ist, als die 6 Werktage. Der Tag soll sich vom Alltag abheben und es muss Zeit für kleine und größere Ruhepausen und natürlich auch für Gott bleiben. Das schlechte Gewissen hat am Sonntag Hausverbot!" Wichtige Impulse gebe auch der Buchstabe "N": Nichts tun oder nützlich sein in dem Sinn, dass man sich Zeit nimmt für den Partner und die Familie. "Träumen sie sich durch den Sonntag!", empfahl die Referentin unter Hinweis auf den Buchstaben "T". "Schauen sie auf Ihr Leben und setzen sie ihre Träume um. Der Sonntag ist der beste Tag dazu."

Der Buchstabe "A" könne als "anders sein" gedeutet werden. Anders nicht nur in äußerlichen Dingen wie besonderes Essen oder elegant Kleidung, sondern auch in der Beziehung zu Gott."

Glaube, Gemeinschaft

Das "G" schließlich stehe für Gemeinschaft, Gottesdienst und Glauben. "Nehmen Sie sich Zeit für sich und für Gott. Der Segen Gottes ist für die ganze Woche wichtig. Der Sonntag gibt uns jede Woche eine neue Chance zur Besinnung, zum Innehalten und zum Kraft tanken für die kommenden Werktage" - so das Resümee der Referentin.
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