Andreas Beer vom SC Mähring verursacht Spielabbruch: Drei Monate Sperre - 2:0-Wertung für SV ...
Kein vorsätzlicher Angriff auf den Referee

Steinmühle/Mähring. (gb) Hohe Wellen schlug am 26. Oktober der Abbruch des Kreisliga-Spiels zwischen dem SV Steinmühle und dem SC Mähring. In der 66. Minute war Schiedsrichter Waldemar Bärwald vom Mähringer Spieler Andreas Beer zu Fall gebracht worden. Der Referee zeigte Beer die Rote Karte und brach unmittelbar danach die Partie ab.

Jetzt hat das Kreissportgericht (KSG) Hof/Marktredwitz wegen des Verschuldens eines Spielabbruchs die Urteile gegen Verein und Spieler gesprochen. Die Partie wird für den SV Steinmühle mit 2:0 als gewonnen und den SC Mähring mit 0:2 als verloren gewertet. Zudem muss Mähring 50 Euro Geldstrafe berappen. Andreas Beer wird wegen unsportlichen Verhaltens bis einschließlich 26. Januar 2015 gesperrt.

In seiner Meldung hatte Schiedsrichter Bärwald angegeben, dass er nach einer umstrittenen Strafstoßentscheidung zunächst von Spielern des SC Mähring umringt worden sei. Im nächsten Augenblick habe ihn der wutentbrannt auf ihn zustürmende Spieler des SC Mähring, Andreas Beer, mit der Schulter zu Boden gerammt. Daraufhin habe er Beer die Rote Karte gezeigt und das Spiel abgebrochen.

Der SC Mähring räumte in seiner Stellungnahme zwar ein, dass Beer den Unparteiischen zu Fall gebracht habe. Der Geschehensablauf wurde jedoch konträr zum Schiedsrichterbericht geschildert. So sei Beer auf die Spielertraube und den Referee zugerannt und kurz vorher auf dem seifigen Boden ausgerutscht, wobei der Schiedsrichter zu Fall kam. Von einer Absicht und einem Rammen könne keine Rede sein. Diese Angaben bestätigten der SV Steinmühle und ein vom Unparteiischen benannter Zeuge.

Ins Rutschen geraten

Unter Berücksichtigung aller Stellungnahmen kam das KSG zur Überzeugung, dass kein vorsätzlich tätlicher Angriff auf den Schiedsrichter, der mit einer Mindeststrafe von sechs Monaten Sperre zu bestrafen wäre, erfolgt ist. Vielmehr sei der Spieler auf dem regennassen Rasen nach dem ungestümen Anrennen kurz vor der Spielertraube beim Anhalteversuch ins Rutschen geraten und habe dabei den Schiedsrichter zu Fall gebracht.

Das Verhalten des Spielers Andreas Beer werde dadurch aber weder gerechtfertigt noch entschuldigt. Durch sein unbedachtes und ungestümes Zustürmen auf den Schiedsrichter habe er die Berührung des Referees und dessen Sturz sowie damit alle weiteren Folgen fahrlässig in Kauf genommen. Beer habe damit schuldhaft einen Spielabbruch verursacht. Die Sperre von drei Monaten fällt für den Sünder nicht besonders schwer ins Gewicht. Im November musste er drei Spiele pausieren, nach der Winterpause darf er wieder ran.
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