Anekdoten zum Jubiläum

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Die Jubiläumsfeier im Gasthof "Zur Post" am Donnerstagabend bildete die Abschlussveranstaltung der Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Naturparks Vorderer Bayerischer Wald. Zum Fest gehörten viel Humor und eine Versteigerung.

Vorsitzender Franz Reichold sprach über die Geschichte des ersten Naturparks in Bayern. Nachdem am 8. Mai 1966 im Sportflugplatz Schönek der Festakt zur Einweihung des Naturparks stattfand, schlug Bürgermeister Hans Frankl mit je einem Fluggutschein für die Geschäftsführerin Susanne Deutschländer sowie für Reinhard Hof als "Mädchen für alles", die Brücke von der Gründung zur Jubiläumsfeier. Der Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling verdeutlichte: "Unsere Region macht das Pfund aus, mit dem wir wuchern können."

Initiative des Landrats

Der Chamer Landrat und Bezirks-tagspräsident Franz Löffler betonte die Wichtigkeit der Balance zwischen Mensch und Natur. Ernst Girmindl, Ehrenvorsitzender und Altlandrat, wünschte sich, dass die Begeisterung für den Naturparkverein noch viele Jahre standhält. Albert Hierl glänzte mit einer humoristischen Einlage als "Wilder Mann". In Versform trug er bravourös seine Anekdoten vor. Als Erinnerungsgeschenk erhielt jeder Bürgermeister eine Holztafel mit dem Relief des "Wilden Mannes", das seinen Platz in den Rathäusern der Mitgliedsgemeinden finden soll.

Den Abschluss der Feier bildete die Versteigerung einer Bank aus Eichenholz mit Sitz- und Liegemöglichkeit. Diese ging meistbietend an den Campingplatzbesitzer Günther Notka aus Neubäu am See. Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgten die Sollbacher Dorfmusikanten.

Zur Geschichte des Naturparks lässt sich sagen: Am 17. November 1965 wurde auf Initiative des damaligen Landrats Franz Sackmann der Naturpark Vorderer Bayerischer Wald in Roding gegründet. Er war der erste Naturpark im ostbayerischen Raum, der anfangs von den Nachbarlandkreisen belächelt, von den Bauern gefürchtet wurde. Aus der Überzeugung heraus, dass er mit seiner abwechslungsreichen Landschaft zu den attraktivsten Urlaubsgebieten Bayerns gehört, beschloss man, diese anvertraute Landschaft mit ihren Kulturstätten zu schützen und gleichzeitig für Bürger und Urlauber zu erschließen. Noch in den 60er Jahren wurde ein Konzept für Wanderwege, Parkplätze und Spielplätze erstellt, Wildgehege, Badeweiher, Zeltplätze und ein Waldmuseum entstanden. Eines der größten Projekte war der Bau der "Sackmannbrücke" beim Heilbrünnl über den Regen.

Über 100 Mitglieder

In seinen Mitgliedsgemeinden Bodenwöhr, Bruck, Falkenstein, Michelsneukirchen, Nittenau, Pösing, Reichenbach, Rettenbach, Roding, Stamsried, Wald, Walderbach und Zell betreut der Verein ein Wanderwegenetz von etwa 919 Kilometer Länge. Die Länge der Radwege beträgt rund 319 Kilometer. Auf dem Regen ist ein Bootswanderweg ausgeschildert mit einer Länge von 42 Kilometern. Der Naturparkverein hat eine Fläche von 58 461 Hektar. Eine Freizeitkarte wurde herausgegeben. Der Verein hat 104 Mitglieder - Gemeinden, Privatpersonen, Firmen und Vereine. Auf allen Wanderwegen begleitet die Ausflügler das Symbol: der "Wilde Mann".
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