Anfang 2016 die ersten Gäste

Martin Weiß (von rechts) und Bürgermeister Hans Donko unterzeichneten den Geschäftsbesorgungsvertrag für das Aribo-Hotel. Mit auf dem Bild der Präsident der embrace-Hotels, Martin Bünk. Bild: njn

Das Aribo-Hotel ist auf der Zielgeraden. Bürgermeister Hans Donko und der Geschäftsführer der Gesellschaft für Freizeit und Hoteleinrichtungen mbH (GFH), Martin Weiß, unterzeichneten den Geschäftsbesorgungsvertrag für den Betrieb das Hotels und des angeschlossenen Tagungshauses.

Erbendorf. (njn) Ende des Jahres soll das Wellness- und Tagungshotel seiner Bestimmung übergeben werden. "Wir freuen uns, dass wir mit Martin Weiß und der GFH als Betreibergesellschaft einen kompetenten Partner zum Betrieb des Hotels gewinnen konnten", betonte Bürgermeister Hans Donko bei der Unterzeichnung in den Räumen des neuen Tagungshauses. "Schon an den ersten Auftritten mit Internetseite und Imagebroschüre ist erkennbar, dass das Projekt professionell umgesetzt wird."

Die Stadt investiert in den Umbau des ehemaligen Bermas-Produktionsgebäudes an der Tirschenreuther Straße zwischen der Fichtelnaab und dem Kurweg insgesamt 6,5 Millionen Euro. Fördermittel fließen aus dem europäischen Sozialfonds und der bayerische Landesstiftung. So entsteht ein modernes Gebäude mit einer ansprechenden Architektur: große runde Bullaugenfenstern und eine Parkanlage.

Laut Donko schließen die 40 Hotelzimmer, der große Wellnessbereich und das Restaurant mit Biergarten am Fernradweg eine Versorgungslücke in Erbendorf und in der gesamten Region. "Im Bereich des Tourismus' bringt uns das Aribo-Hotel einen großen Schritt nach vorne." Nach dem Willen des Betreibers sollen aber nicht nur Urlaubsgäste, sondern auch Tagungsgäste angesprochen werden.

Denn über einen verglasten Übergang im ersten Obergeschoss ist das Hotel mit einem angegliederten Tagungshaus verbunden. "Alle Räumlichkeiten entsprechen einem gehobenen Standard, mit welchem eine 4-Sterne-Klassifikation angestrebt wird", sagte Geschäftsführer Weiß. Durch die weitestgehend barrierefreien Räume sei die Beherbergung von Menschen mit körperlicher Behinderung jederzeit möglich.

Arbeitsplätze für Behinderte

Die Besonderheit des Projektes untermauert die Anwesenheit von Martin Bünk, Präsident von Embrace - dem Verband der Integrationshotels. Da das Aribo-Hotel als solches geführt wird, werden von den in etwa 30 neuen Arbeitsplätzen über 25 Prozent mit behinderten Menschen besetzt. "Die Idee von Embrace, die Welt nicht in Gewinner und Verlierer zu teilen und mit der Schaffung von Arbeitsplätzen für behinderte Mitarbeiter Inklusion tatsächlich zu ermöglichen, wird auch hier am Standort in Erbendorf gelebt", erklärte Bünk.

Weiß freut sich ebenso, dass sich das "Leuchtturmprojekt für die gesamte Oberpfalz", auf der Zielgeraden befindet: "Im Frühjahr nächsten Jahres wird es endlich losgehen."

"Das Hotel wird ein Zeichen für den Tourismus in der Region setzten", ist Donko sicher. Er stehe voll und ganz hinter dem Konzept eines Integrationsbetriebes, bei dem auch Menschen mit Handicap beschäftigt werden.
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