Angemerkt Abstimmen und abrüsten

Die einen halten den Bürgerentscheid am 8. März für dringend notwendig, die anderen für völlig überflüssig. Wie auch immer, jetzt steht die Entscheidung an und es ist zu hoffen, dass möglichst viele Bürger ihre Stimme abgeben. Denn nur durch eine hohe Beteiligung ist sichergestellt, dass nicht eine aktive Minderheit einer trägen Mehrheit ihren Willen aufdrückt, wie es bei Bürgerentscheiden in ganz Deutschland leider schon des öfteren der Fall war.

Sauer sind natürlich die Bezieher des Mitterteicher Wassers in Hungenberg, Leonberg und Zirkenreuth, dass sie von der Abstimmung ausgeschlossen sind. Sie müssen zwar zahlen, dürfen ihre Meinung aber nicht einbringen. Kurioserweise dürfen aber die Pleußener und Steinmühler mit abstimmen, obwohl sie gar kein Mitterteicher Wasser beziehen. Das Überschreiten kommunaler Grenzen und die Eigenheiten von Zweckverbänden hat der Gesetzgeber beim gerne als "direkt-demokratisch" bezeichneten Instrument Bürgerentscheid leider nicht vorgesehen. Gerechtigkeit sieht anders aus.

Egal wie die Abstimmung trotz der genannten Schwächen ausgeht - beide Seiten sind gut beraten, das Ergebnis zu akzeptieren, ohne nachzutreten. So mancher "Gerechtigkeits-Kämpfer" sollte spätestens dann, aber noch besser sofort verbal abrüsten. Persönliche Angriffe und Polemik gab es in der Wasser-Diskussion der vergangenen Monate leider zur Genüge.

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