Angemerkt Bessere Alternative

Vertriebene erinnern sich, wie dankbar sie den alteingesessenen Wernbergern für eine neue Bleibe, für ein paar Kartoffeln waren. Damals, nach dem Zweiten Weltkrieg.

Heute erschüttern die Kriegsbilder aus Syrien, das unfassbare Leid. Flüchtlingen muss geholfen werden, das ist auch in der Marktgemeinde keine Frage. Und unbestritten ist es auch, dass es noch besser ist, 54 Menschen beengt und ohne einen Quadratmeter Umgriff im Gasthof "Schwarzer Bär" unterzubringen als in Zelten.

Doch wenn es bessere Alternativen gibt? In Notzeiten rücken Menschen zusammen. Diesen Schulterschluss sollten auch Behörden mit den Menschen vor Ort pflegen. Sie müssen letztlich für die gesamte Infrastruktur - beispielsweise im Schul- und Kindergartenbereich - sorgen, für ein offenes Miteinander.

Die Marktgemeinde Wernberg-Köblitz lehnt die vorgesehene Flüchtlingsunterkunft nicht wegen Ressentiments gegen Fremde ab, nein sie schlägt bessere Alternativen für eine menschenwürdigere Unterbringung der Asylbewerber vor. Gewiss, die Regierung der Oberpfalz steht unter einem enormen Zeitdruck, ist wohl froh um jedes Angebot. Sie sollte die Vorschläge des Marktes aber nicht einfach zu den Akten legen. Das Gasthaus "Schwarzer Bär" stünde auch erst im Frühjahr zur Verfügung. Die Zeit könnte für eine bessere Lösung genutzt werden.
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