Angemerkt: Die ersten Gehversuche

Eine gute Chance ist vertan. Klimaschutzmanager Vincent Clarke hätte in Sulzbach-Rosenberg und mit den Kollegen der AOVE und des Landkreises sicher noch eine Menge zu tun gehabt. Die Aufgaben im Klimaschutz sind riesengroß, das Verständnis mancher Zeitgenossen hinkt da manchmal etwas hinterher.

Wir erinnern uns noch gut an das mit dem Institut für Energietechnik an der OTH erarbeitete "Integrierte Klimaschutzkonzept" für die Herzogstadt. Dies machte schließlich den Weg frei zur Verpflichtung eines Klimaschutzmanagers, der - staatlich gefördert - bei der Umsetzung der Klimaziele maßgeblich mithelfen sollte.

Nun geht so ein Unterfangen sicher nicht auf Knopfdruck. Auch sind die "Kämpfer für mehr Energieeffizienz" auf Zuarbeit aus der Bevölkerung, aus Politik und Wirtschaft angewiesen. Aber wie sollen all die wichtigen Aufgaben geschultert werden, wenn nur ein Minimum an Kooperation vorhanden ist?

Erinnert sei an die Aktion Heizungspumpentausch, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED und die PV-Eigenstrom-Initiative. Auch die ersten Schritte in Richtung Bürgergenossenschaft wurden von Vincent Clarke angestoßen - all das läuft nun Gefahr, wieder einzuschlafen. Es wäre jammerschade, denn das waren ja bei uns erst die ersten Gehversuche in Richtung effizienter Klimaschutz.

Bleibt zu hoffen, dass in absehbarer Zeit Vater Staat neue Programme mit neuen Stellen finanziert, um auch in Kommunen mit klammen Kassen die Energiewende fernab von Parteipolitik voranzubringen.

andreas.royer@zeitung.org
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