Angemerkt Immer eine Überraschung

Wettbüro hin oder her: Das Komitee, das für den Literatur-Nobelpreis zuständig ist, lässt sich weder täuschen noch beeinflussen. Es wählt, sorgfältig bedacht, aus, wer die höchste Auszeichnung, die ein Schriftsteller erreichen kann, erhalten soll. Das war bei Herta Müller (2009), Tomas Tranströmer (2011) und Mo Yan (2012) genauso überraschend, wie es jetzt bei dem Franzosen Patrick Modiano der Fall ist.

Und das ist auch gut so. Es wäre wirklich langweilig, wenn im Vorfeld schon etwas durchsickern würde und dann alle Welt es vorschnell im Netz posten würde. Und ein bisschen Neugierde darf ja wohl noch sein!

Jetzt also ein Franzose, der zu Hause als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Gegenwart gilt. Dass französische Literatur noch immer angesagt ist, hat längst der renommierte Hanser-Verlag erkannt. Dort ist nämlich das Werk Modianos erschienen. Und die Verantwortlichen dürfen sich nach Müller, Tranströmer und Yan über einen weiteren Nobelpreisträger in ihrem Haus freuen.

"Es sind sehr elegante Bücher, aber sie sind nicht schwierig zu lesen", beschreibt Peter Englund, Ständiger Sekretär und Chef der Schwedischen Akademie, die Werke des Preisträgers. Das wäre doch eine gute Gelegenheit, wieder mal zu einem richtig schönen Buch zu greifen - so eines aus Papier, fein gebunden, mit Lesebändchen vielleicht - und sich in ein neues Leseabenteuer zu wagen!

stefan.voit@derneuetag.de
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