Angemerkt Knöllchen erziehen

So ein Strafzettel weckt schlagartig das schlechte Gewissen. Mit Recht. Denn eigentlich parken wir ja immer vorbildlich. Zehn Minuten außerhalb, dafür kostenlos und mit einem gesunden Marsch verbunden. Aber wenn sich manchmal doch ein verführerischer Parkplatz im Zentrum anbietet, werden wir schwach. Außerdem regnet es. Und wir haben so viel zu schleppen. Und überhaupt.

Da lässt sich doch auch die Parkscheibe ein bisschen lockerer auslegen. Zehn vor Neun? Die Stellung auf halb Zehn bringt wertvolle Zeit. Auch beliebt: Ständig umparken. Leider vergessen wir das oft. Und freuen uns, wenn wir eine halbe Stunde zu spät dran sind, der Parksheriff aber gerade erst ums Eck biegt.

Leider gibt es ausgleichende Gerechtigkeit. Was soll denn jetzt das Knöllchen? Zehn Minuten vor der abgelaufenen Parkdauer? Aber der Tatbestand ist eindeutig: "PS-Stellung nicht lesbar". Da hat ein achtlos abgelegtes Schlüsselmäppchen die höchst korrekt eingestellte Parkzeit einfach überdeckt. Also gut: Zehn Euro überwiesen und ab morgen wieder den Großparkplatz angesteuert. Und ein Sparschwein angeschafft. Denn bald wird in Tirschenreuth nicht nur der ruhende, sondern auch der fließende Verkehr kommunal überwacht. Das wird wahrscheinlich teurer.

michaela.kraus@derneuetag.de

Kurz notiert

Computer für Flüchtlinge

Tirschenreuth.Viele Flüchtlinge im Landkreis brauchen dringend funktionsfähige Computer, um unter anderem ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Ein Betriebssystem und möglichst die gängigen Office-Programme sollten installiert sein. Meldungen an die Kreis-Caritas unter Telefonnummer 09631/798920.
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