Angemerkt Steter Tropfen höhlt den Stein

Der Mut, sich öffentlich zu seiner Drogenvergangenheit zu äußern und dann auch noch eine Selbsthilfegruppe zu gründen, die Abhängigen den Weg aus der Sucht zeigen soll, verdient allerhöchsten Respekt. Schon allein deswegen, weil viele Menschen nicht einmal in der Lage sind, einen Fehler zuzugeben.

Manuel Woyschnitzka und Martin Lang haben den couragierten Schritt gemacht und in Vohenstrauß eine LOS-Gruppe für ein Leben ohne Sucht initiiert. Innerhalb eines halben Jahres haben sie sogar schon kleine Erfolge erzielt und zwei Personen zur Therapie verholfen. Dennoch ist die Arbeit mühsam, weil viele Betroffene eben nicht den Mut haben, sich einer Selbsthilfeorganisation anzuschließen. Aber steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein. Daher ist jeder einzelne Süchtige weniger bereits ein Gewinn.

thorsten.schreiber@derneuetag.de
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