Angemerkt Umdenken lernen

Ortskerne verwaisen, die Menschen zieht es an die Ränder oder in Ballungszentren. Leerstehende Häuser und Geschäfte sind in vielen, wenn nicht allen Gemeinden des Landkreises Neustadt ein Problem, das in den kommenden Jahren vielleicht sogar noch größer wird. Schuld daran sind die Kommunen aber oft selbst: Um junge Leute oder Familien anzulocken, weisen die Verantwortlichen fast wie besessen seit Jahren ein Baugebiet nach dem anderen aus und schaffen so die Leerstände von morgen. Der Schuss könnte also nach hinten losgehen.

Projekte wie die Leerstandsoffensive, an der sich bisher nur Eslarn beteiligt, sind daher sehr löblich. Noch bemerkenswerter ist die Nachricht, dass Rainer Rewitzer bestehende Häuser oder Baulücken mit Leben füllen und junge Menschen in die Zentren locken will. Von heute auf morgen geht das natürlich nicht. Der Pleysteiner Bürgermeister spricht von einer Philosophie, deren Früchte erst in 15 Jahren geerntet werden können. Mittel- und langfristig werden auch viele seiner Amtskollegen lernen müssen, umzudenken.

thorsten.schreiber@derneuetag.de
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