Angstfrei auf der Eselsbrücke

Ältere Menschen sollten sich selbst nicht unter Druck setzen, wenn sie den Namen eines Gesprächspartners vergessen haben. "Durch Angst unterdrückt man den Zugriff zum Gedächtnis", sagt der Psychologe Siegfried Lehrl. "Wenn wir einen Namen Monate lang nicht mehr benutzt haben, brauchen wir bis zu acht Sekunden, bis er uns wieder einfällt." Dann steige die Panik, was aber kontraproduktiv sei.

Betroffene sollten sich schwierige Namen buchstabieren lassen oder notieren, rät der Psychologe. "Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, Eselsbrücken zu bauen oder mit Bildern zu arbeiten." Ein Beispiel: Stellt sich jemand als Herr Großkopf vor, könne man sich gedanklich einen Mann mit einem großen Kopf vorstellen. Das funktioniere aber nicht mit jedem Namen. Grundsätzlich ist es wichtig, sein Gedächtnis jeden Tag mindestens 15 Minuten lang zu trainieren. Eine Übung könne sein, sich ein Wort vorzustellen, in Gedanken jeden zweiten Buchstaben auszulassen und sich die Übrigen zu merken.
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