Anlage eines Weidenhauses im Frühjahr - Spielgeräte: Witterungseinflüsse und Abnutzungen ...
Erlebnispfad: Waldjugend mit vielen Ideen

Kindergärten aus der Umgebung, ja bis aus Bayreuth und Weiden, nutzen ihn, um den Kleinen die Natur näher zu bringen: Dem Eschenbacher Erholungswald mit dem Walderlebnispfad kommt zunehmend überörtliche Bedeutung zu.

Bei der Waldbegehung (wir berichteten) nahm Revierförster Martin Gottsche die Stadträte ein Stück auf dem Erlebnispfad mit. Er bedauerte den Ärger von Besuchern angesichts des Fehlens oder der Nichtbenutzbarkeit von Geräten. "Witterungseinflüsse und Abnutzungen sind nicht zu verhindern", gab Gottsche zu bedenken. "Wir sind mit unseren Anlagen und Angeboten breit aufgestellt", erklärte er mit Nachdruck.

Autos mit Kennzeichen aus einem weiten Einzugsbereich auf den Parkplätzen wertete er als Nachweis für den hohen Stellenwert, den der Erholungswald bereits genießt. Waldjugend und Bauhof bescheinigte der Revierförster, dass sie den Erlebnispfad "top in Schuss halten". Jedes Jahr werde eine Idee umgesetzt, zudem werden die Spielgeräte geprüft.

An der großen Wippe, die im Nabenbereich Ermüdungserscheinungen gezeigt hatte, verwies er auf eine Stabilisierungsmaßnahme der Waldjugend: Eisenplatten verhindern nun ein Durchbrechen der Tragbalken. Unweit davon stießen die Stadträte auf ein Spielhaus, das die Waldjugend bei einem Waldaktionstag errichtet hatte. Gottsche nannte es einen "Versuch, Neues und Interessantes anzubieten".

Rutsche: Spender gesucht

Für die fehlende Rutsche erhoffte er sich noch Spender. Die Kosten für dieses zugkräftige Gerät schätzte er auf 3000 Euro. Wippe, Seilbahn und Floß waren für ihn "Großbaustellen" einer Einrichtung, die von den Eschenbachern als "unser Projekt" betrachtet werde. Trotzdem sei Diebstahl, wie an der Seilbahn geschehen, schwer zu verhindern. Für das Frühjahr kündigte der Förster die Anlage eines Weidenhauses an.

Der integrativen Waldbewirtschaftung bescheinigte er eine intensive Naturschutzkomponente und berichtete von Fledermaus-, Schwarzstorch- und Eisvogelvorkommen. Der Anteil der Nadelholzbestände belaufe sich auf 60 bis 70 Prozent, der Rest seien Erlen- und weitere Laubholzbestände.

Gottsche sprach von einem steten Nutzen waldbaulicher Förderprogramme und nannte Eschenbach ein Vorbild beim Körperschaftswald. Wegen ausbleibender Niederschläge und fehlenden Wassers sei es jedoch zu Ausfällen in den Kulturen gekommen. Glücklich zeigte er sich, dass es im Stadtwald seit "Kyrill" zu keinen wesentlichen Sturm- oder Schneebruchschäden gekommen sei. Bürgermeister Peter Lehr versicherte er, dass die Vorgaben der Verkehrssicherungspflicht immer beachtet werden.

Beispielhaftes Engagement

Lehr seinerseits bedankte sich beim Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald für die stete Unterstützung im Bereich Walderlebnispfad. Der Waldjugend und ihrer Arbeit im Zusammenwirken mit Martin Gottsche sprach er ebenfalls großes Lob aus. Nicht mit Dank sparte der Bürgermeister auch an die Adresse des Maschinenrings und des Amts für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten gerichtet. Ihre Unterstützung entlaste den Haushalt der Kommune.

"Fördermittel sind in Eschenbach sehr gut angelegt", bescheinigte Forstoberrat Moritz Neumann den Räten. "Das was ihr tut, muss sich so manche Gemeinde in Bayern einmal ansehen", erklärte er.
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