Anlieger wollen Projekt verhindern - Bauausschuss unterstreicht Notwendigkeit
Erneuter Vorstoß gegen Bolzplatz

Die Kinder und Jugendlichen bekommen ihren Bolzplatz. Daran ändern auch erneute Einwände von Anliegern nichts. Bild: mab
Schwarzenfeld. (cv) Es bleibt dabei: Die Kinder bekommen ihren Bolzplatz "Am langen Graben", auch wenn sich etliche Anlieger gegen das Projekt aussprechen. Der Platz wurde zwischenzeitlich eingesät. Tore und ein Ballfangzaun werden aufgestellt.

Bürgermeister Manfred Rodde erläuterte im Bauausschuss, dass das neue Gelände als Ersatz für den im Baugebiet Flora weggefallenen Platz dienen soll. Doch Mitte Juni ging bei der Verwaltung eine Liste mit elf Unterschriften von Anwohnern des Lothradweges ein, die sich gegen die Errichtung des Bolzplatzes wenden.

Sprecherin Silvia Beck wurde daraufhin von der Verwaltung mitgeteilt, dass das Bauvorhaben durch das Landratsamt genehmigt wurde und der Markt daran festhält. Nun liegt seit Ende September erneut ein Schreiben mit 16 Unterschriften von Anwohnern aus dem Lothradweg und Schmidfeld vor. Darin wird die Ablehnung erneut unterstrichen. In der Begründung heißt es, dass die Anwohner überwiegend ältere Menschen ohne Kinder seien, die zwar nichts gegen Kinder haben, aber ihre Ruhe verdient hätten und ihren Lebensabend genießen wollen. Durch den Bolzplatz könne die Lärmbelästigung im Umkreis enorm steigen. Beck verweist auf die Zweckentfremdung des Platzes durch Jugendliche, die sich dort abends oder spät nachts aufhalten und etwa mit lauter Musik Trinkgelage feiern. Der Platz sei zudem schlecht einsehbar. Die Unterzeichner geben zu bedenken, dass es bereits fünf Bolzplätze in Schwarzenfeld gebe, die wenig oder fast gar nicht benutzt würden. Sinnvoller wäre ein Bolzplatz am Erlenweg. Er sei gut einsehbar, hätte genug Platz, um eventuell noch einen Kinderspielplatz zu errichten. Zudem könnte er von Kindern des Flora-Gebietes und des Baugebietes Süd benutzt werden.

Der Bauausschuss blieb bei der eingeschlagenen Marschroute des Marktes. Bürgermeister Manfred Rodde fasste zusammen: Die im Marktrat mehrfach geforderte Umsetzung des Projektes als Ersatz für den Flora-Platz sei notwendig. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens wurde auch die immissionsschutzrechtliche Situation betrachtet. Demnach ist der Betrieb des Bolzplatzes unter Berücksichtigung des Gebots der "Rücksichtnahme" hinnehmbar.

Auch wenn es bereits mehrere Bolzplätze im Gemeindegebiet gebe, müsse in der Nähe zum Neubaugebiet eine Möglichkeit geschaffen werden, so der Tenor der Markträte.
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