Anonyme Anfrage abgelehnt

"2015 sind keine Steuererhöhungen geplant", versicherte Bürgermeister Ludwig Biller den 40 Zuhörern in der Bürgerversammlung. Allerdings gab es nicht nur gute Nachrichten

In einem anonymen Schreiben hatten "Kaltenbrunner der jungen und mittleren Generation" neben der Breitbandversorgung die Erweiterung des Internetauftritts durch Veröffentlichung von Sitzungsprotokollen sowie die Verbesserung der Lebensqualität für junge Familien angeregt. Konkrete Vorschläge fehlten.

1500 Euro für Familien

Hierzu sagte Biller, das Bauwillige von der Gemeinde eine Familienförderung von 1500 Euro und zusätzlich pro Kind 500 Euro erhalten würden. Die Veröffentlichung von Sitzungsprotokollen im Internet sei aus kommunalrechtlicher Sicht erlaubt. Der bayerische Landesbeauftragte für Datenschutz weise auf erhebliche Bedenken und Risiken hin, betonte VG-Geschäftsleiter Claus Hellbach.

Eine junge Dame hatte schriftlich nachgefragt, wie Kaltenbrunn zur Aufnahme von integrationsfähigen Flüchtlingen stehe und ob jemand bereit wäre, diese unterzubringen. "Interessenten können sich bei der Gemeinde melden", sagte Biller. In Weiherhammer wohnten bereits 27 Asylbewerber.

Die Kaltenbrunner sind offenbar zufrieden, denn es gab nur eine Wortmeldung. Alexandra Fortner-Schwerin regte an, den Gemeindeanzeiger als Newsletter zu erhalten und alle vier Anschlagtafeln im Markt zu erneuern. Der Rathauschef bot offene Kommunikation an. Ab 2015 stehe er zudem im Rathaus Weiherhammer jeden Donnerstag von 17 bis 18 Uhr zur Verfügung, in Kaltenbrunn einmal monatlich.

Schnelles Internet 2016

335 000 Euro kostet die Breitbandversorgung für den Markt, erfuhren die Zuhörer von Michael Klein, der das Förderverfahren erklärte. Mit der Bewertung sei das Ingenieurbüro IKT, Regensburg, beauftragt. "Wir wollen ein Netz mit mindestens 50 Mbit/s haben. Momentan befinden wir uns im Markterkundungsverfahren", bemerkte Klein. Bis Frühjahr 2016 soll die Versorgung sichergestellt sein. "Im Baugebiet "Am Weiherteil II" gibt es noch neun Plätze zum Quadratmeterpreis von 58 bis 70 Euro inklusive Erschließung. "Davon sind vier reserviert", informierte der Gemeindechef. In Ordnung seien die Werte bei der Wasserversorgung.

20 000 Kilowatt betrage die jährliche Stromeinsparung durch die erneuerte Belüftungsanlage im Belebungsbecken der Kläranlage. "Die Entsorgung von jährlich rund 800 Kubikmetern Klärschlamm wird immer schwieriger und teurer. Deshalb streben wir eine Lösung an" erklärte Biller.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kaltenbrunn (1268)November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.