Anschaffungsbedarf im Bauhof

Der Fensterbacher Gemeinderat informierte sich bei einer Besichtigung der Liegenschaft über den Anschaffungsbedarf im Bauhof. Er hörte, dass besonders zwei Fahrzeuge dringend ersetzt werden müssen. Bild: Houschka

Fahrzeuge, Gerätschaften und Maschinen haben die Eigenschaft, dass sie sich abnutzen. Wenn dann fast drei Jahrzehnte ins Land ziehen, ohne Ersatz zu beschaffen, kann die Lage prekär werden. So wie im Bauhof der Gemeinde Fensterbach.

Fensterbach. (hou) Da stand er nun, der orangefarbene Veteran. 28 Jahre alt, vom Zahn der Zeit gewaltig angenagt und zum wiederholten Mal reparaturbedürftig. Ein großer Traktor, den die Bauhofbediensteten vielseitig verwenden. Zum Beispiel bei Räum- und Streueinsätzen im Winter. Bauhofleiter Peter Neidl hatte in der letzten Gemeinderatssitzung die Rede darauf gebracht und damit bewirkt, dass Bürgermeister Christian Ziegler sofort reagierte. Ziegler beließ es nicht bei Schilderungen. Er setzte einen Ortstermin an.

Uraltes Vehikel

Als sich das Hallentor öffnete, wurde die Misere relativ rasch deutlich. Ein uraltes Vehikel, noch zu Zeiten von Altbürgermeister Hans Schrott sen. in den Dienst gestellt. 8000 Euro ist es allenfalls noch wert, 10 000 Euro kosten erneute Reparaturen. Lange Diskussionen erübrigten sich angesichts auslaufenden Öls. Nur: Eine Neuanschaffung würde mit aller zeitgemäßer Ausstattung des Traktors bei 250 000 Euro liegen. Viel Geld für eine Kommune, die finanziell am Krückstock daher kommt. Doch auf die lange Bank schieben wird man die Neuanschaffung nicht können. Es gibt noch weiteren Bedarf im Bauhof. Zum Beispiel einen Pritschenwagen, der ebenfalls weit über zwei Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Auch dieses Fahrzeug wird permanent gebraucht und ist am Ende seiner Leistungsfähigkeit angelangt.

Als Bauhofchef Neidl darüber informierte, gab es eine kurze Debatte, deren Inhalt sich auf einen Nenner bringen ließ: Wer ständig im Arbeitseinsatz für die Bürgerschaft ist, braucht ordentliches Handwerkszeug und Fahrzeuge, die nach gewissen Zeitabständen ausgewechselt werden müssen. Keine unbillige Forderung der Bauhofleute, sondern viel mehr ein ganz normaler Vorgang. Also wird auch der Pritschenwagen eines baldigen Ersatzes bedürfen. Ob neu oder gebraucht.

Der Bauhof benötigt ferner zeitgemäße Unterstellmöglichkeiten. Ein scheunenartiger Trakt auf der Nordseite des Geländes verdient diese Bezeichnung nicht im Mindesten. Er gleicht einem Bretterverschlag. Auf dem Wunschkatalog Neidls standen noch mehrere kleine Anschaffungen. Eine Rüttelplatte, ein Stampfer, ein kleiner Betonmischer. "Er würde sich innerhalb kurzer Zeit amortisieren", ließ der Bauhofleiter mit dem Hinweis darauf anklingen, dass bei Beton-Bedarf Fremdfirmen anrücken müssen und Zuschläge kassieren, wenn es sich um benötigte kleinere Mengen handelt.

Zusätzliche Parkplätze

Die Ortsbesichtigung hatte noch ein weiteres Ziel. Am Kindergarten in Högling werden zusätzliche Parkplätze benötigt. Der Gemeinderat sah sich das an und erfuhr, dass auf einer Freifläche vor dem Gebäude noch weitere fünf Parkplätze geschaffen werden können. Wer das macht? Natürlich der Bauhof.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.