Ansiedelung in Nittenau wird Realität und Bürgerprojekt in Bruck ist gescheitert - ...
Schlagabtausch zum Drogeriemarkt

Normalerweise kommt es eher selten vor, dass sich kommunale Gremien als Träger öffentlicher Belange zu Projekten benachbarter Gemeinden im Zuge der Bauleitplanung kritisch äußern. In der Regel sind eigene Interessen dadurch nicht tangiert. Das sah der Grünen-Vertreter im Brucker Haupt- und Bauausschuss am Dienstag jedoch anders.

Auf dem Tisch lag die Änderung des Bebauungsplans "Sondergebiet Einzelhandel" auf dem ehemaligen Schlingmann-Areal in Nittenau. Der Markt Bruck muss wie eingangs erwähnt dazu Stellung beziehen. Bekanntlich soll in der Stadt am Regen ein Drogeriemarkt ansiedeln. Diese Tatsache rief Manfred Pfauntsch auf den Plan. Der Grünen-Marktrat übte scharfe Kritik dahingehend, dass damit eine Bürger-Drogerie für Bruck "gestorben" sei. Er warf den Verantwortlichen mangelndes Engagement vor. "Alle sind daran schuld, wir Grüne auch".

"Nichts zu tun"

Bürgermeister Hans Frankl (FW) konterte mit dem Hinweis auf Gespräche, die man mit Unternehmen geführt habe: "Die sagten alle ,Nein' mit Blick auf eine Ansiedelung in Bruck." Im Übrigen orientierten sich die Betreiber an der Marktforschung und Nittenau sei nun mal doppelt so groß mit entsprechendem Einzugsgebiet.

Als "polemisch" wies CSU-Fraktionssprecher Robert Feuerer die Aussagen des Grünen-Vertreters zurück: "Die Bürger-Drogerie in Bruck hat mit dem Großmarkt in Nittenau überhaupt nichts zu tun. Bekanntlich ist unser Projekt an diversen Gründen gescheitert."

Schließlich erklärte das Gremium einstimmig ihr Einverständnis zur Änderung des Sondergebietes in der Nachbarstadt. Das gleiche Votum gab es für den Nittenauer Bebauungsplan "Rosenstraße II" (allgemeines Wohngebiet) und den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "BayWa-Areal".

Die Bestuhlung in der Gaststätte des Freizeitzentrums bedarf der Erneuerung. Die Ausschussmitglieder begutachteten mehrere Musterstühle in verschiedenen Preisklassen und Ausführungsvarianten. Letztlich erfolgte die Einigung auf ein Modell in Buchenart. Analog dazu erfolgt der Neubezug der vorhandenen Eckbänke im Gastzimmer und im Schützenstüberl. Nun wird der Ankauf der 48 Stühle ausgeschrieben. Die Kosten dürften sich auf etwa 10 000 Euro belaufen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4091)Bruck (4672)Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.