Anwohner fürchten Unfallgefahr

Landschaftsarchitekt Karl Spindler (links) und Michael Dotterweich vom Amt für Ländliche Entwicklung (Zweiter von links) informierten über die Dorferneuerung und den Ausbau der Kreisstraße im Lehental. Bild: ds

Üblicherweise widmet sich eine Dorferneuerung einer Ortschaft. Lehenhammer, Lehendorf und Penzenhof gehen mit dem Segen des Amts für Ländliche Entwicklung im Trio an den Start. Zudem steht ihnen nächstes Jahr ein größeres Straßenbauprojekt bevor.

Die Auftaktveranstaltung zur Dorferneuerung im Lehental fand einen großen Widerhall bei den Einwohnern aus Lehenhammer, Lehendorf und Penzenhof. Im Gasthaus Peterhof erhielten sie einen Überblick über die Richtlinien, Empfehlungen und Beispiele aus anderen Gemeinden. Einigen Diskussionsstoff lieferte ihnen der Planentwurf zur Neugestaltung der Kreisstraße AS 39 bis Etzelwang.

Gewachsene Sozialstruktur

Bürgermeister Roman Berr erklärte, dass Dorferneuerungen im Normalfall eine Ortschaft umfassen. Weil aber das Lehental eine gewachsene Sozialstruktur zeigt, genehmigte das Amt für Ländliche Entwicklung, die drei Gemeindeteile als Einheit zu behandeln. Mit dem Baubeginn an der Kreisstraße von Lehenhammer rechnet Berr im kommenden Jahr.

Die Regularien des Amts für Ländliche Entwicklung erläuterte Michael Dotterweich. Im Lehental plane es eine sogenannte einfache Dorferneuerung mit der Gemeinde als Bauträger. Auch wenn keine Teilnehmergemeinschaft gegründet werde, stehe fest: "Ohne Bürgermitwirkung gibt es keine Dorferneuerung."

Beispiele erfolgreicher Maßnahmen stellte Landschaftsarchitekt Karl Spindler aus Kastl vor. Sein Büro befasse sich fast ausschließlich mit Planungen im ländlichen Raum. Spindler sprach das Vorbereitungsseminar an, das in der Regel über zwei zusammenhängende Tage geplant werde. Dabei gelte es, ausgehend vom Istzustand Vorschläge für Verbesserungen und Ergänzungen zu erarbeiten. Daraus müsse ein Dorfentwicklungskonzept erarbeitet werden, das nach der Objektplanung in kleinere Details zur Umsetzung der Baumaßnahmen führe.

Seminar im Herbst

Angesichts der nahen Urlaubszeit sah Bürgermeister Roman Berr frühestens im September oder Oktober einen Termin für das Seminar. Er warb für eine rege Beteiligung aus der Bevölkerung. Für Verbesserungen an Haus-, Hof- oder Gartenvorplätzen empfahl er, die Beratung des Amts für Ländliche Entwicklung zu nutzen, um die privaten Maßnahmen mit dem Konzept der Dorferneuerung abzustimmen.

Landschaftsarchitekt Karl Spindler informierte über den Planungsstand zur Neugestaltung der Kreisstraße von Lehenhammer bis Etzelwang. Die Fahrbahn erhalte eine Breite von 6,5 Meter. Daneben werde ein Geh- und Radweg in einer Breite von drei Metern gebaut. Er beginnt in Lehendorf südlich der Straße, wechselt dann beim Trafohaus die Seite und verläuft über Penzenhof bis Etzelwang nördlich entlang der Häuserreihen. Das sahen einige Diskussionsteilnehmer kritisch, da jeder Anlieger bei der Einfahrt in die Kreisstraße den Fuß- und Radweg überqueren müsse. Das beschwöre eine erhöhte Unfallgefahr herauf.

Fragen warf auch der Grundflächenbedarf für den Straßenausbau auf. Der Landkreis habe die Betroffenen noch nicht informiert. Bürgermeister Roman Berr machte auf die Möglichkeit aufmerksam, Einwendungen im Feststellungsverfahren anzubringen.
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