Applaus für 25 ¾ Jahre

Die meisten Darsteller der Theatergruppe Letzau waren oder sind bei Landjugend und Feuerwehr aktiv, bevor sie sich zum schauspielern entschieden. Von links: Waltraud Balk, Torsten Kaiser, Kathrin Forster, Anna Schwägerl, Rita Eger, Günter Horn, Christian Weidl-Haberkorn, Bürgermeisterin Marianne Rauh, Reinhold Eger und Dieter Schubert. Bild: hch

Viele haben gefragt, warum die Theatergruppe Letzau mit ihrem 25¾-jähriges Bestehen so eine "deppert krumme Zahl" feiere. "Wir sind eben keine normale Theatergruppe", lautet die Antwort von zweitem Vorsitzendem Günter Horn.

Nach dem "Böhmischen Traum" ließ Spielleiter und Vorsitzender Christian Weidl-Haberkorn im Gemeindehaus ein traumhaftes Buffet auffahren. Dazu gab es Zahlensalat: "Wir haben 80 Mitglieder, beglückten 25 000 Zuschauer und spendeten über 50 000 Euro. 14 000 Euro gingen für feierliche Anlässe und 34 000 Euro für Mehrtagesausflüge drauf. Und das bei drei Euro Jahresbeitrag", brachte es Horn auf einen Nenner.

Einige Akteure treten seit 1976 miteinander auf. Im Team gebe es nichts zu meckern, außer beim Auftritt auf der Bühne. "In offizieller Form startete die Theatergruppe 1989 mit einem Ehestreik. Zu Horns 50. Geburtstag verkauften sie den Großvater und 2012 gab es überall Weiber. Weil sich 2014 der Josef ausgezogen hat, reichte es Opa 2015."

Karl Völkl präsentierte Filmausschnitte und Bilder von Josef Heil. "Da habe ich tausende. Doch die unzensierten Aufnahmen aus der Maske kann ich nicht zeigen", frohlockte Horn. Um dann doch noch die "frisierte" Waltraud Balk auf einem nicht frisiertem Motorrad und die Beförderung des altgedienten Akteurs und DJK-Vorsitzenden Dieter Schubert zum Papst zu zeigen.

"Günter, ohne Dich wären wir aufgeschmissen", ließ Kathrin Forster den "Wastl Vizwastl" alias Vorsitzenden Horn wissen. Maria Wisgickl überreichte eine Spende von der SG Edelweiß und Bürgermeisterin Marianne Rauh brachte Nervennahrung und Gutscheine vorbei. "Ihr habt fast 50 000 Euro für unsere örtlichen Vereine und die Kita Löwenzahn gespendet." Die Rathauschefin versprach, den Gemeindesaal weiterhin unentgeltlich zum Proben zur Verfügung zu stellen. "Ich wünsche alles Gute für die nächsten 24 ¼ Jahre! "

Bevor nach einem üppigen Tortenbuffet der Festvorhang fiel, dankte Urgestein Schubert dem langjährigen Regisseur und Vorsitzenden Reinhold Eger. "Heuer spielen wir 'Ein verflixtes Klassentreffen'", verriet Weidl-Haberkorn zum Abschluss. "Die Frauen sind jetzt schon gespannt, wie ihre alten Freunde ausschauen."
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