Arbeit der Zukunft gestalten

Für manche sind die Maikundgebungen des DGB veraltet. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme zeigen hingegen, wie notwendig der 1. Mai gerade heute ist, betonen die Gewerkschaften.

"Die Arbeit der Zukunft gestalten wir", verspricht der DGB am 1. Mai auch in Auerbach. Bei einem Pressegespräch im Café Postillon informierten der DGB-Ortskartellvorsitzende Alfred Melchner und die Betriebsratsvorsitzende der Firma ZF, Sonja Hahn, über den Ablauf der Veranstaltung, die diesmal am Freitag, 1. Mai, ab 10 Uhr in der Gaststätte des SC-Sportheims "Zum Griechen" über die Bühne geht. Hauptrednerin ist die IG Metall-Gewerkschaftssekretärin der Verwaltungsstelle Amberg, Sabrina Feige.

Erlös wird gespendet

Federführend sind die Vertrauensleute der Firma ZF, die wie die Vertrauensleute der Firma Heim & Haus und die DGB-Region Oberpfalz und das Ortskartell Auerbach zur Kundgebung einladen, erläuterte der Vorsitzende Alfred Melchner gegenüber unserer Zeitung. "Auch in diesem Jahr kommt der Erlös sozialen Zwecken zugute", ergänzte die Betriebsratsvorsitzende Sonja Hahn.

Das Thema des 1. Mai ist breitgefächert, schilderte die Hauptreferentin Sabrina Feige. "Der DGB ist bei den gesellschaftlichen Verhältnissen nicht nur dabei, sondern mittendrin." Nicht nur in Auerbach, sondern auch in Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Hirschau-Schnaittenbach finden im Landkreis Amberg-Sulzbach Maikundgebungen statt, teilte DGB-Kreisvorsitzender Wolfgang Berndt mit.

Gute Arbeit bedeute, dass man eine Stelle habe, von der man leben könne, ohne dass man Nebenjobs oder zusätzliche staatliche Leistungen annehmen müsse, betonte der Organisationssekretär der DGB-Region Oberpfalz, Peter Hofmann. Gute Bezahlung habe auch entscheidende Bedeutung für die spätere Rente, denn nur dann sei auch im Alter ein angemessener Lebensstandard gesichert; ohne Angst, in die Altersarmut zu rutschen. Der Mindestlohn, der ab dem 1. Januar 2015 gelte, sei ein erster Schritt, um den Niedriglohnsektor einzuschränken. Der danach geltende Stundenlohn von 8,50 Euro reiche aber nicht aus, um Altersarmut zu verhindern.

Um die Grundsicherung zu erreichen, müsste nämlich ein Arbeitnehmer, der den Mindestlohn erhalte, 56 Jahre arbeiten, Der DGB setze sich deshalb nicht nur für die Überwachung, sondern auch für eine Anpassung des Mindestlohnes ein.
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