Arbeiter legen nach Baustopp los

Das Publikum im großen Saal des Jugendheims hatte beim Bunten Abend der Ministranten viel zu lachen. Bilder: rgr (2)

"Wer will fleißige Handwerker seh'n, der muss ins neue Rathaus geh'n", sangen die Handwerker Dennis Halbauer, Lukas Uschold und Janik Schwemmer beim Bunten Abend der Grafenwöhrer Ministranten; bis Kollege Hans (Lukas Braun) kam und vom Baustopp berichtete.

Grafenwöhr. (rgr) Im "Stadtgespräch" beleuchteten die Ministranten Dennis Halbauer, Lukas Uschold und Janik Schwemmer beim Bunten Abend augenzwinkernd und humorvoll das Grafenwöhrer Geschehen des vergangenen Jahres. Zum Baustopp des Rathauses meinte Hans (Lukas Braun): "Angeblich gibt's keine Baugenehmigung für den Aufzug. Das hat der zuagroaste Neubürger von den Linken herausgefunden." Die Bauarbeiter gingen auch auf die Streichung der Städtebauförderung und auf die Fördertöpfe von Helmuth Wächter ein. Auf seinen letzten Fördertopf sei dieser wohl ausgerutscht. Auch habe er einfach vergessen, einen Bürgermeister-Nachfolger nachzuziehen. "Daran sind schon ganze Vereine gescheitert", wusste Janik.

Der Newcomer-Bürgermeister habe es zur Stichwahl geschafft, obwohl ihn außer dem Herrn Landrat keiner gekannt habe. Selbst die eigene Partei habe im Stadtanzeiger die Frage gestellt: "Wer is'n na des?" Im letztjährigen Wahlkampf sei sogar Papst Franziskus beim politischen Aschermittwoch der Linken in Grafenwöhr zitiert worden: "Diese Wirtschaft tötet". "Der Papst, zitiert von den Linken, das ist, als wie wenn der Pfarrer Müller den Lothar Matthäus zum fünften Mal kirchlich traut", meinte Lukas Uschold.

Über die fehlenden Stimmen für den Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler sinnierte Dennis: "Hätte der Thomas (Schopf) halt einen russischen Sprachkurs machen müssen. Oder er hätte halt auch von Haus zu Haus gehen müssen. Familienbesuche mit Schablonen zum Ausfüllen der Wahlzettel."

Auch über den neuen Kaplan wurde gesprochen, der seine Messen immer "recht locker macht". Im Familiengottesdienst hole er immer die Kinder nach vorne an den Altar. "Bei der Seniorenmesse würde er das auch gerne machen, aber die sind nicht mehr so gut zu Fuß", wusste der Hans.

Sorgen machten sich die Bauarbeiter über die Gesundheitsversorgung. "Es gibt hier mehr Tattoo-Studios als Ärzte. Anstatt Penizillin gibt's ein tätowiertes Arschgeweih mit homöopathischen Farben." Gedanken machten sich die Handwerker aber auch über verschiedene Jubiläen, Schließungen und Umzüge von Firmen und den Sportpark, der ohne Pächter dastehe.
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