Arbeitstruppe schafft kostenlos Raum für den Bau des Radwegs nach Etzenricht
Gründörfer legen schon mal los

Der Radweg entlang der Staatsstraße 2238 von Kohlberg nach Etzenricht, seit Jahren Dauerthema in den Bürgerversammlungen, rückt in greifbare Nähe. Wie Bürgermeister Rudolf Götz in den Marktratssitzungen erklärte, liege es nur noch an einzelnen Grundstücksverhandlungen.

Knackpunkt für die positive Entwicklung war die Einstufung des Weges als Teilstück der Städteverbindung Amberg-Weiden. Die Hannersgrüner Dorfgemeinschaft hat ihren Teil der Vorarbeiten für den ersten Bauabschnitt zwischen den Gründörfern und Etzenricht bereits erledigt. Die Männer entfernten Gebüsche und Kleinholz und schufen Platz für den Arbeitsraum, der während der Bauzeit benötigt wird.

"Wir sind schon voller Vorfreude auf den Radlweg", begründete die Truppe ihren Fleiß. Die Arbeiten gingen während des "Schorban" an Samstagen über die Bühne. Der Ausdruck "Schorban" leitet sich aus dem Begriff "Scharwerk" ab und steht für Hand- und Spanndienste - eine Tradition auf den Gründörfern: Im Winter gehen fünf bis acht Männer mit Schaufel, Pickel, Motorsäge und Traktor ausgerüstet zum Scharwerk. Arbeitsbereiche sind die Gemeindestraßen und -wege. Zu den kostenlosen Tätigkeiten zählen Gräben-Reinigungen, das Entfernen von Bäumen, die Pflege von Büschen und - aus aktuellem Anlass - das Freilegen der Trasse für den gewünschten Radweg.
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