Archäologische Zukunft sichern

Das Feld bei Iffelsdorf ist ein hervorragendes Schaufenster in die Slawenzeit. Die Grabungen sollen langfristig fortgesetzt werden. Bild: Götz

Archäologen graben nach der Vergangenheit, Bürgermeister Richard Tischler blickt nach vorne. In Iffelsdorf soll weiter geforscht werden.

Pfreimd. (cv) "Ich gehe davon aus, dass noch lange und erfolgreich gegraben wird", meinte Bürgermeister Richard Tischler angesichts der spektakulären archäologischen Funde in Iffelsdorf. In der vierten Grabungskampagne stießen die Studenten der Universitäten Bamberg und Wien heuer auf das Schwert eines awarischen Kriegers (wir berichteten). Doch was ist, wenn die Grabungsleiter Dr. Hans Losert und Professor Dr. Erik Szameit mal in Ruhestand sind?

Im Frühjahr ist deshalb laut Tischler ein Gespräch zwischen ihm und den beiden Archäologen geplant, in dem abgesteckt werden soll, "wie die Grabungen langfristig gesichert und weiter fortgesetzt werden können".

Tischler berichtete in der Stadtratssitzung auch, dass die Kinderkrippe im Franziskuskindergarten am 16. September genehmigt wurde und zwei Tage später noch eine Besichtigung mit Anna Rosskopf von der Kindergartenaufsicht am Landratsamt anberaumt war, in der noch "einige Änderungswünsche abgearbeitet wurden". So müssen beispielsweise Holztüren im unteren Bereich mit bruchsicherem Glas ausgestattet werden, "damit man sieht, wenn ein Kind hinter der Tür steht".

In Pfreimd hat das Landratsamt ein Gebäude für Asylbewerber angemietet. Laut Tischler plant die evangelische Kirchengemeinde einen Arbeitskreis. Telefonisch seien Hilfsangebote eingegangen, die sich auf Sprachunterricht, das Organisieren von Kinderkleidung beziehen.

Mehrkosten genehmigt

Aus der "Nichtöffentlichen" gab Geschäftsleiter Bernhard Baumer bekannt, dass der Stadtrat der Kostenmehrung bei der Sanierung des Küchenbereichs in den Vereinsräumen der Landgraf-Ulrich-Halle zugestimmt hat: unterm Strich 12 000 Euro. Dass noch ein gewisser Betrag aufläuft, war einkalkuliert. Mit dem letzten Schliff wurde gewartet, bis die Verpachtung in trockenen Tüchern ist. Die Stadt wollte dem neuen Pächter ein Mitspracherecht bei der Ausstattung einräumen. Verkauft hat die Kommune ein städtisches Gebäude: Das Doppelhaus im Neuen Weg 8.

Tischler beantwortete noch eine Anfrage aus der letzten Sitzung, die sich auf den Vortrag des "Forums Bahnlärm" bezog: Die Resolution der Bürgermeister an das Bundesverkehrsministerium und die deutsche Bahn AG zur Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof vom 22. März 2012 wurde demnach auch vom damaligen Bürgermeister Arnold Kimmerl unterschrieben.
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