Arzt Sergej Plakhotnik fühlt sich in Dürnast wohl
Gelungene Integration

Sergej Plakhotnik. Bild: bk
Dürnast. (bk) Seine Lebensgeschichte erweckte bei den 30 Zuhörern, unter ihnen zweiter Bürgermeister Herbert Rudolph, ebenso Interesse wie die Ausführungen zu Krankheitsfragen. Arzt Sergej Plakhotnik begrüßte am Freitag mit "Liebe Nachbarn und Freunde" und "Ich fühle mich wohl hier seit zwei Jahren." Siedlerchef Georg Schieder sprach somit von einer gelungenen Integration.

Im Zentrum der Ukraine geboren, kam Plakhotnik mit seiner Familie 2003 aus Kasachstan nach Deutschland. In Tamara/Russland hatte er Medizin studiert und als Offizier 15 Jahre in der Armee gedient. "Der Vorteil war eine kostenfreie Wohnung." Der Mediziner bezeichnet die Lebensqualität in der Ukraine, wo Mutter und Bruder noch leben, anhand von Beispielen als sehr schlecht. Dennoch könne der Beitritt zur EU nicht so schnell gehen. Zwei Kinder sind noch in Kasachstan geboren, zwei weitere in Deutschland. Sie besuchen die Grundschule Weiherhammer. Ein Sohn ist seit fünf Jahren bei der Bundeswehr. Plakhotnik bekennt sich zur christlichen russisch-orthodoxen Kirche.

Bis zur Schließung arbeitete er am Krankenhaus Eschenbach, seither in Kemnath. Als nebenberuflicher Notarzt müsse er oft binnen zwei, drei Minuten Entscheidungen treffen. Deshalb halte er die Bereithaltung eines Medikamentenplans für wichtig. Plakhotnik ging im Dialog mit den Frauen und Männern auf Fragen ein: beispielsweise "Wie machen sich Herzinfarkt, Schlaganfall bemerkbar?" Ferner schilderte er Zusammenhänge bei Diabetes und Bluthochdruck. Weitere Themen bildeten Cholesterinwerte sowie Übersäuerung durch einseitige Ernährung. Die häufige Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Diclofenac und Voltaren sei nicht gut für Magen und Nieren. Wegen der Zunahme von Zeckenbissen empfahl der Mediziner Prophylaxe. Plakhotnik warb für die Organspende, auch wenn diese in die Kritik geraten sei.
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