ASV-Aufstiegsfest: Spieler müssen sich an unrühmliches Wochenende erinnern lassen
Rüffel bei der Meisterfeier

Trotz Schelte überwogen die frohen Gesichter: Spartenleiter Christian Veigl (von rechts), Spielleiter Berthold Kraus, Spielführer Lukas Dötterl, Bürgermeister Manfred Porsch. Bild: hia
Bei aller Freude über den Aufstieg, auch bei der Meisterfeier hatte Trainer Lui Geisler eine Episode nicht vergessen, die dem ASV die Saison beinahe schon zu Beginn verhagelt hätte: Er erinnerte ans Wochenende vom 15. und 17. August. Zwei Spiele gegen den TSV Pressath und den SV Waldeck waren angesetzt. Das hinderte 13 Spieler nicht, das Wochenende bei einem Musik-Festival zu verbringen.

Wäre die Freitagsbegegnung gegen den Mitaufsteiger TSV Pressath nicht verlegt worden, wäre der ASV wohl nicht Meister. Gegen den späteren Absteiger Waldeck holte eine Truppe aus A-Jugend-, Altherren- und Reservespielern einen 3:2-Sieg. ASV-Oldie Peter Veigl steuerte zwei Tore bei. "Ich kann Mannschaft und Verein nicht so im Stich lassen", rügte Geisler.

Das war es dann aber auch mit der Kritik: Geislers Dank galt Spielern, Betreuerteam, Vorstand und Fans. Detailliert analysierte er, was zum Erfolg der Mannschaft geführt hat: Die konstante Leistung die komplette Saison über und die gute Jugendarbeit wertete er schließlich als wichtigste Erfolgsfaktoren. Mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren bot der ASV die jüngste Mannschaft in der Liga auf, so Geisler. Mit 94:26 Tore erreichte er das beste Torverhältnis. "Der Sturm hat letztlich die Meisterschaft gewonnen", so Geisler. Mit 30 Toren sicherte sich Lukas Dötterl den Titel des Torschützenkönigs.

Sehr gut sei auch die Trainingsbeteiligung gewesen. Die Herrenmannschaften verfügten über 35 Spieler. 33 konnten in 25 Pflichtspielen eingesetzt werden. Im Schnitt kamen 22 Spieler zum Training. Trainingsfleißigste bei 75 Trainingseinheiten waren Philipp Mayer (66) und Marco Haberberger (63). Zehn Jugendliche rückten aus der A-Jugend nach und wurden in die Mannschaft eingebunden. Geisler warnte davor, dass der Erfolg auch anderen Vereinen nicht verborgen bleibe. Der ASV müsse damit rechnen, dass Spieler abgeworben werden.

"Eine Mannschaft allein gewinnt nie den Meistertitel. Vom Grillmeister, über Platzwart und Jugendtrainer bis zum Fan gehören alle zum Erfolg dazu", erklärte Kreisspielleiter Berthold Kraus. Der Zusammenhalt sei beispielhaft. Nur so könne man Titel gewinnen, so der Kirchenthumbacher. "Wer erfolgreich Fußball spielt, darf dann auch gebührend feiern." Es warten viele Derbys auf die Mannschaft, etwa gegen Vorbach, Tremmersdorf, Immenreuth, Kastl, Kulmain Pressath und natürlich gegen den direkten Nachbarn aus Immenreuth.
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