Asylbewerber aus Burglengenfeld mit Bussen nach Wackersdorf gebracht
Umzug schneller als gedacht

Die Halle an der Knappenstraße ist seit Freitag Notunterkunft für 170 Flüchtlinge. Wie auch in Burglengenfeld ist das Gelände mit einem Sichtschutz umgeben. Bild: rid
Es ging doch schneller als zunächst erwartet: Am Freitag sind die 170 Flüchtlinge, die zuletzt in der Turnhalle des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums in Burglengenfeld untergebracht waren, nach Wackersdorf umgezogen. Die rund 170 Menschen wurden mit Bussen an die Knappenstraße gebracht.

Zunächst war der Wechsel für diese Woche geplant (wir berichteten). Nun konnten die notwendigen Restarbeiten in der ehemaligen Produktionshalle an der Wackersdorfer Knappenstraße doch schneller erledigt werden. Vor allem die Sanitärcontainer mussten noch entsprechend angeschlossen werden. "Das hat wie am Schnürchen geklappt", sagte der Pressesprecher des Landratsamts, Hans Prechtl, dem NT. Die Turnhalle in Burglengenfeld wird nun wieder für den Schul- und Breitensport vorbereitet.

Die Halle in Wackersdorf ist etwas kleiner, deshalb werden hier mehr Stockbetten aufgebaut. Sie wurden teilweise aus Burglengenfeld angeliefert - mit Namensschildern. Die Asylbewerber bekommen also "ihr" Bett wieder. Die Halle ist wieder mit provisorischen Sichtschutzwänden abgeteilt, um für die Menschen einen gewissen Grad an Intimsphäre zu schaffen. Die Betreuung der Flüchtlinge übernehmen auch in Wackersdorf Rotes Kreuz und Johanniter, auch ein Sicherheitsdienst ist vor Ort. Und natürlich kümmern sich die zuständigen Mitarbeiter des Landratsamts.

Die Erstaufnahme-Notunterkunft ist für die Asylbewerber eine Zwischenstation. Wenn die entsprechenden Formalien erledigt sind, werden sie wohl nach Ablauf von sechs bis acht Wochen auf Wohnungen und Unterkünfte im Landkreis verteilt. "Wir sind da gut aufgestellt, das bekommen wir hin," sagte Prechtl. Wer wann und wohin verteilt wird, diese Frage wird sich nach Prechtls Einschätzung aber frühestens in rund vier Wochen stellen.

Die Halle in Wackersdorf wird aber auf jeden Fall über den Winter als Unterkunft bereit gehalten. Das Gebäude ist für ein Jahr angemietet. Ob und wie die Unterkunft wieder belegt wird, ist Sache der Regierung der Oberpfalz, die für diese Unterkünfte zuständig ist.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/asylbewerber
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