Asylbewerber in Waldthurn

Die ersten Asylbewerber kamen im April 2013 nach Waldthurn in das Gebäude bei der ehemaligen Tankstelle. "Es wurden im Vorfeld vereinzelt Pseudo-Ängste geäußert. Aber als die Bürger gesehen haben, dass es sich hauptsächlich um Familien handelt, haben sie mit der Zeit viele Hürden abgebaut", erklärt Tanja Pflaum vom Arbeitskreis (AK) Asyl.

Wichtig sei vor allem der persönliche Kontakt. Nicht verhehlen will sie, dass es am Anfang "leichte Probleme" in der Unterkunft gegeben habe. Es habe sich aber relativ schnell alles eingespielt.

Das vergangene Weihnachtsfest haben trotz unterschiedlichen Glaubens alle miteinander gefeiert. "Alle die hier wohnen, sind wie eine Familie", sagt Asis Aliyev. Der AK ist eine lose Verbindung von etwa zehn Freiwilligen aus der Gemeinde, die die Flüchtlinge unterstützen.

"Wir klinken uns immer wieder mit ein. Zudem haben alle Bewohner unsere Telefonnummern", sagt Pflaum. Dabei setzte sich auch immer wieder die Gemeindeverwaltung um Bürgermeister Josef Beimler stark für die Flüchtlinge ein. Dadurch habe sich ein ortsinternes Netzwerk gebildet. Momentan leben in Waldthurn 17 Asylbewerber. Die Familie Aliyev nennt Pflaum als Beispiel für gelungene Integration. "Sie gehen auf die Leute zu. Das ist sehr positiv."
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