"Atemlos" durch den Fasching

Ohne Gegenwehr übergab Bürgermeister Peter Lehr (vorne, von rechts) dem Prinzenpaar Lydia und Andreas II. den Stadtschlüssel. Auch das Kinderprinzenpaar Elisa und Paul war beim Rathaussturm natürlich mit dabei.

Farbenprächtig, wortgewaltig, mit viel Schwung und Elan hat die Faschingsgesellschaft die Session 2014/2015 eröffnet. Der Rathaussturm zum Auftakt der närrischen Zeit wurde erneut zu einem Spektakel, das viele Faschingsfreunde und Zuschauer vor das Rathaus lockte.

Mit viel "Helau"- und "Ruß-Ruß-Ruß-Weiber-Weiber-Weiber"-Rufen starteten die Narren am Sonntag in die fünfte Jahreszeit. Beim Zug der drei Garden, des Männerballetts und des Elferrats über den Karlsplatz gab die Stadtkapelle mit vielen rheinischen Klängen den Ton an. Am Rathausplatz warteten bereits dicht gedrängt "Schlachtenbummler" jeden Alters, gut versorgt vom Getränkestand der Faschingsgesellschaft. Auf und vor der Rathaustreppe boten die einzelnen Gruppen ein farbenfrohes Bild.

Reinhard Gebhardt war es vorbehalten, sie nach kräftigen "Eschenbach-", "Faschingsverein-" und "Rathaussturm-Helau"-Rufen vorzustellen: die Krümelgarde mit den Trainerinnen Renate Pressler und Rosi Wohlrab, die kleine Garde mit ihren Trainerinnen Tanja Ackermann und Daniela Seemann, die Prinzengarde mit den Trainerinnen Evelyn und Janina Hartmann sowie die graziöse Männergarde mit Trainerin Elisabeth Gottsche.

Sekt, Saft und Krapfen

Mit von der Partie waren natürlich ebenso: der Elferrat "voller Energie und Opferbereitschaft", der Vorstand mit Michael König, Thomas Kaufmann, Petra Gottsche und Katja Tannreuther, Alterspräsident Vinzenz Dachauer und Präsident Harald Wohlrab. Winkend stellten sich alle dem närrischen Volk vor. Zuletzt folgte das Kinderprinzenpaar Elisa und Paul sowie das Prinzenpaar Lydia und Andreas II. "Staunt und freut euch mit uns über die neuen Tanzdarbietungen unserer Garden": Mit dieser Aufforderung kündigte Gebhardt deren Auftritte an. Den Abschluss dabei bildete zum Song "Atemlos" die große Garde.

In einem Sturmlauf eroberten Garden und Elferrat anschließend das Rathaus. "Burgherr" Peter Lehr war vorbereitet und erreichte mit Sekt, Saft und Krapfen Mäßigung. Er bescheinigte den Narren, dass sie Eschenbach zur Hochburg des Faschings im westlichen Landkreis gemacht haben.

Dann übernahm Elisabeth Eißner das Kommando im Sitzungssaal. Sie kündigte "Atemlos" als Motto der Session an und begründete dies: "Denn in dieser Session gibt's bloß Vollgas bis zum Atemlos." Und schon wurden die ersten Orden verliehen: an den Bürgermeister, seine Stellvertreter und die Stadträte.

Anschließend wollte sich Eißner dem Pfarrer zuwenden, aber: "Der Herr Pfarrer, dieser heilige Gesell, verzog sich in den Urlaub schnell." Um keinen Reim verlegen bat sie Vertreter von Stadtkapelle, den "Pilots", der Feuerwehr, der Polizei, des Stadtverbands und der Sparkasse sowie Uta Nürnberger als Vertreterin der Stadt vorzutreten. Dem Prinzenpaar oblag es, Orden und Küsschen zu verteilen.

Feiern beim "Scherm-Karl"

Danach ging's für die Faschingsgesellschaft weiter in den "Scherm-Karl"-Saal, wo die Garden Kostproben ihres Könnens gaben und die neuen Tänze präsentierten. Eingebaut in die Darbietungen waren sogar Teile der Europa-Hymne.

Sie werden Glanzpunkte des Faschings in Eschenbach, der Umgebung und in der Schweizer Partnergemeinde im Luzerner Seetal sein. Die Eidgenossen harren bereits erwartungsfroh auf den Auftritt der Oberpfälzer bei der Faschingsveranstaltung der Guggemusig "Escheschränzer" am 7. Februar 2015.
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