Aubstadt ärgert Stadler-Elf

Die ersten Auswärtstore seit Ende August kassierte SpVgg-SV-Torwart Dominik Forster bei der unverhofften 0:2-Niederlage beim TSV Aubstadt. Bild: A. Schwarzmeier

Ein jähes Ende ihrer seit 30. August anhaltenden Erfolgsserie auf fremden Plätzen erlebte die SpVgg SV Weiden mit der 0:2-Niederlage beim TSV Aubstadt. Das war auch ein Rückschlag im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga.

Weiden. (lst/dö) Dagegen sah Trainer Christian Stadler diese doch unverhoffte Niederlage beim Tabellenneunten nicht als Beinbruch: "Wir hatten ein Konzept, das meine Mannschaft sehr gut umgesetzt hat. Uns fehlte lediglich die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor", sagte er nach dem Schlusspfiff einer Partie, in der sich die Oberpfälzer in der Tat zahlreiche Möglichkeiten erarbeitet hatten.

Bei den Weidenern kam für den lange verletzten Andreas Koppmann die Partie in Aubstadt um eine Woche zu früh. Der gegen Amberg am Knie angeschlagene Innenverteidiger Andreas Wendl war hingegen wieder einsatzfähig. Dafür fehlte Martin Schuster, der im Bezirksliga-Spiel gegen Schwarzhofen wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte. Stadler baute seine Anfangsformation im Vergleich zum 1:1 gegen den FC Amberg lediglich einmal um. Für Christoph Hegenbart startete dieses Mal Stefan Graf.

Die Stadler-Elf wollte an die letzten Auswärtserfolge anknüpfen und hatte in Aubstadt nach sechs Minuten auch die erste Chance durch Ralph Egeters Kopfball nach einer Standardsituation, die aber von Valentin Roth im Aubstädter Gehäuse vereitelt wurde. Ob der Ball dabei schon hinter Linie war, konnte selbst Stadler nicht genau sagen.

Früher Rückstand

Das 1:0 fiel aber für die Unterfranken, als in der achten Minute David Noack aus dem Gewühl heraus gegen eine nicht konsequent klärende Weidener Abwehr SpVgg-SV-Schlussmann Dominik Forster überwand. Es war ein Gegentreffer, der die Schwarz-Blauen anstachelte, die fortan mehr für die Offensive taten und noch mehr Druck aufbauten. Die Folge war eine Partie, in der Weiden mehr Anteile hatte, aber gegen die sicher stehende Aubstädter Defensive kein Durchkommen fand. Dabei wurde in der 15. Minute ein angebliches Abseitstor von Graf nicht gegeben, ehe Egeter nach einem sehenswerten Angriff über Friedrich Lieder knapp am langen Pfosten vorbeischob und der für den verletzten Johannes Kohl eingewechselte Benjamin Burger aus 16 Metern vergab. So blieb es beim Seitenwechsel beim 1:0 für die Unterfranken.

Ein ähnliches Bild bot sich im zweiten Durchgang. Aubstadt stand mit dem 1:0 im Rücken noch tiefer, während sich die SpVgg SV mühte, laut Stadler rund 80 Prozent Ballbesitz hatte, aber vor dem Tor an diesem Tag einfach zu harmlos war. Und die Schwarz-Blauen kassierten prompt die Quittung dafür: Nach einer erneuten Standardsituation stocherte Julius Benkenstein (70.) das Leder Forster zum Aubstädter 2:0 durch die Finger. Selbst angesichts des für die Weidener aussichtslosen Rückstandes spielten diese weiter nach vorne und hätten zumindest den Anschlusstreffer verdient gehabt. Denn in der 90. Minute wehrte ein Aubstädter Spieler den Ball mit der Hand vor den einschussbereiten Peter Schecklmann und Christoph Hegenbart ab, was aber Referee Steffen Brütting nicht sah.
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