Auch im Dunkeln getappt

Einfaches Laufen in der Natur genügt ihnen nicht. Die Teilnehmer am "Hammer Run" suchen die Herausforderung, indem sie sich durch Schlamm, Wasser oder über steinerne Hindernisse quälen und baumelnde Netze erklimmen. So auch beim zweiten Hammer Run in und um Auerbach, der am Samstag ablief.

In Zusammenarbeit mit der Abenteuerwerkstatt Betzenstein hatten die Veranstalter erneut zwei Parcours ausgesucht, einer 14 Kilometer, einer fünf. Beide nahmen ihren Anfang im Freibad Schwimm-Sala-Bim, wo der Startschuss fiel.

Lockeres Aufwärmen

Ein lockeres "Aufwärmen" nannten die ersten Teilnehmer die Runde durch das Freibad. Da galt es zunächst, die Klettergeräte der Kinder zu erklimmen. Dann ging es über das Schwimmerbecken auf der Wasseroberfläche. Dort schwammen Platten auf dem kühlen Nass, durch große blaue Fässer unterbrochen - die galt es zu überqueren. Die ersten nassen Füße der "Runner" hielten diese aber nicht ab, den Rundlauf durch die Wiesen, vorbei am alten Weiher in Richtung Hohe Tanne zu starten. Lag beim Freibad noch Nebel über dem Gelände, konnten sich die Jungs und Mädchen dann in Richtung Veldensteiner Forst an der Sonne erfreuen. Sie schimmerte herbstlich durch die belaubten Bäume, wo die nächsten Hindernisse warteten. Eine völlig verdunkelte Hütte war das erste Ziel, dort mussten die Extremsportler im Finstern den Ausgang finden. Der befand sich in Brusthöhe in einer alten Fensteröffnung. War man dann hinausgekrabbelt, wartete schon die nächste Herausforderung: Ein dickes Netz, über einen Balken geknüpft, hing in einer großen Eiche.

Mit schlammverschmierten Händen mussten die Männer und Frauen dieses erklettern, was sich aufgrund des schwingenden Gebildes als schwierig erwies. Weiter ging es über Balancierstämme zur ersten Verpflegungsstation, wo Bananen und Tee zur Stärkung warteten.

Mit Drohnenkamera

Christoph Mahler von der Abenteuerwerkstatt filmte den Run mit einer Drohnenkamera. Zu jeder vollen Stunde starteten die Gruppen, darunter auch eine Abordnung des TSV Königstein und die Auerbacher Holger Eckert und Christoph Kasseckert.

Zuschauer hatten die Extremsportler nur wenig, lediglich ein Häuflein Spaziergänger oder Freizeitsportler säumten die Parcours. Obwohl schon zum zweiten Mal nach der Jubiläumsjahrpremiere 2014, bleibt die Veranstaltung wohl ein Insidertipp, wenn auch mehrere 100 Läufer teilnahmen. Die überregionale Werbung, die sich die Stadt erhofft hatte, blieb weitgehend aus.
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