Auch "Rico" gratuliert zur Krippe

Im Beisein von stellvertretendem Landrat Arnold Kimmerl segneten Stadtpfarrer Pater Dr. Xavier Parambi und Pfarrerin Irene Friedrich (von rechts) die neue Kinderkrippe. Bürgermeister Richard Tischler und Reinhold Demleitner von der Regierung der Oberpfalz würdigten ebenfalls das gelungene Projekt. Die Kinder verschönten den offiziellen Teil mit netten Darbietungen. Bild: hm

Die Kinder und ihre Bedürfnisse standen im Mittelpunkt des Geschehens, als sich zahlreiche Gäste zur Einweihung der neuen Kinderkrippe des Franziskuskindergartens einfanden. Lob gab es von allen Seiten.

Pfreimd. (hm) Übereinstimmend würdigten die Redner das gelungene Werk als Gemeinschaftsleistung der Stadt Pfreimd als Bauherr, der Katholischen Kirchenstiftung als Betriebsträger der Einrichtung, des Personals mit Daniela Uhl an der Spitze sowie des beteiligten Architekten Günther Naumann, der Handwerker und der mit der Verwirklichung des Projekts befassten Behörden. Leiterin Daniela Uhl und Stadtpfarrer Pater Dr. Xaver Parambi gaben eingangs einen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte und den zeitlichen Werdegang des Vorhabens.

Für zwölf Kinder

In den neu geschaffenen Krippenräumen werden zwölf Kinder betreut. Bereits ab dem Jahr 2010 hatte das Landratsamt für den kirchlichen Franziskus-Kindergarten eine altersreduzierte Gruppe genehmigt. Wegen entsprechender Nachfrage nach Krippenplätzen entschlossen sich die Stadt und die katholische Kirchenstiftung, den Franziskus-Kindergarten um eine Kinderkrippe zu erweitern. Die Bauträgerschaft für das im städtischen Trakt der Klosteranlage vorgesehene Projekt übernahm die Stadt, während die Betriebsträgerschaft bei der Kirchenstiftung liegt.

Die Krippenräume sind von der Bausubstanz her großzügig gehalten. Das Raumprogramm umfasst einen Gruppenraum, Schlafbereich, einen Bewegungs- sowie einen Spiel- und Intensivraum. Die Personalküche bietet die Möglichkeit, die Kleinkinder mit Mittagessen zu versorgen. Fehlen dürfen natürlich nicht die Sanitärräume. Das gesamte Ensemble vermittelt eine familiäre Atmosphäre. Betreut wird die Kinderkrippe von einer Krippenpädagogin und zwei Kinderpflegerinnen.

Der Stadtpfarrer richtete seinen abschließenden Dank an die Regierung der Oberpfalz, das Landratsamt, die Stadt, an die an der Ausführung beteiligten Firmen, an Bürgermeister und Stadtrat, an den Elternbeirat und das Kindergartenpersonal. Angeleitet von Claudia Rädel trugen die Vorschulkinder mit einigen Liedern zur musikalischen Gestaltung der Feier bei.

Pater Dr. Xavier Parambi und Pfarrerin Irene Friedrich nahmen gemeinsam die Segnung der neuen Räume vor. Die Pfarrerin ging dabei auf das Wort von Johann Wolfgang von Goethe ein: "Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel". Pater Xavier betonte, dass auch der Kindergarten ein Abbild für das Paradies sein könne.

Richtige Entscheidung

Für Bürgermeister Richard Tischler war es ein Tag der Freude. Eine Kinderkrippe sei ein wichtiger Baustein für das Angebot an junge Familien. Er richtete an alle Beteiligten den Dank der Stadt. Den Eigenanteil an den Baukosten, den die Stadt zu schultern hatte, bezifferte er auf 22 700 Euro. Rückblickend machte er deutlich, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, die Stadtbücherei, die zeitweise in diesen Räumen untergebracht war, in das Bürgerhaus zurück zu holen.

"Zur gelungenen Umsetzung kann man nur höchstes Lob aussprechen", so Reinhold Demleitner von der Regierung der Oberpfalz. Er freute sich, dass der Freistaat Bayern dazu beitragen konnte, dass die Finanzierung dieser für die Stadt Pfreimd so wichtigen Einrichtung leichter gefallen sei. Zu den Gesamtkosten von 108 800 Euro habe der Staat 92 300 Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Demleitner kündigte an, auf ein langatmiges Grußwort zu verzichten und holte stattdessen hinter seinem Rücken die Handpuppe "Rico" hervor, mit der er im Zwiegespräch humorvoll auf das Projekt "Kinderkrippe" einging und dem Bauträger, der Betriebsträgerschaft sowie den Mitarbeiterinnen des Kindergartens zu dem gelungenen Werk gratulierte. Nach dem Segnungsakt luden das Personal und der Elternbeirat die Bevölkerung zur Besichtigung der neuen Räume ein. Eine Attraktion war der Auftritt der Zauberin Yvonne.
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