"Auch wir wollen nur das Beste für unsere Bürger"

Die Bürgermeister Uli Roth und Werner Prucker begründen den Bruch mit Friedenfels in Sachen Kläranlage: "So, wie Herr Baron von Gemmingen-Hornberg klar Position bezog, setzen wir genau so klar entgegen, dass es in Reuth und Krummennaab niemandem mehr, keinem Gemeinderat und auch keinem Bürger, vermittelbar ist, sich in einen gemeinsamen Planungsprozess zu begeben, wenn man de facto vom Vetorecht einer einzigen Person abhängt!

Das gehört vor dem vertieften Einstieg in einen Planungsprozess eindeutig geklärt. Auf die besondere Brisanz dieser Entscheidungsfindung wurden die Verantwortlichen in Friedenfels schriftlich und unmissverständlich hingewiesen. Als wenig hilfreich empfinden wir das Ansinnen von Otmar Zeitler (FW), das von Haus aus schwierige Unterfangen "gemeinsamer Kläranlagenneubau" durch einen Bürgerentscheid mit für alle Seiten weiter ungewissem Ausgang - sicher aber enormem Zeitverlust - voranzutreiben. Wir vermissen aus Friedenfels jegliches positive Signal für einen gemeinsamen Kläranlagenneubau und die Überzeugung, dass der gemeinsame Bau die beste Lösung für uns alle ist. Die zuletzt in Friedenfels angestoßene Diskussion, es gäbe auch Alternativen, untergraben den Friedenfelser Beschluss aus dem Jahr 2010 zum gemeinsamen Bau. Wir stellen fest, dass es bei gleicher Informationslage in zwei Gemeinderäten von Krummennaab und Reuth bei allen bisherigen Beschlüssen über alle Fraktionen hinweg Einstimmigkeit und damit eine überwältigende Rückendeckung für unsere bisherigen Entscheidungen gab. Auch dafür, dass wir jetzt die Konsequenzen ziehen und fortan getrennte Wege bei diesem Thema gehen. Nach drei Fristverlängerungen durch die Genehmigungsbehörden sind wir zwingend angehalten, bis Juli 2015 eine tragfähige Entwurfsplanung vorzulegen, was eine verbindliche Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt unausweichlich erscheinen ließ. All das ist den Verantwortlichen in Friedenfels bestens bekannt.

Zur Vertagung einer definitiven Entscheidung, bis "alle Kosten auf dem Tisch" liegen, stellen wir fest: in keinem kommunalen Gremium liegen in der Phase, in der wir uns aktuell befinden, mehr Informationen vor. Jedem Einzelnen muss bekannt sein, dass selbst nach erfolgter Ausschreibung nicht definitiv und sicher die Gesamtkosten vorliegen, sondern immer nur ein grober Kostenrahmen benannt werden kann.

Zur von Herrn Schuster (FW) beklagten "Unverschämtheit" nehmen halten wir fest: Er selber war nie bei einer der internen Vorbereitungsgespräche und dem zähen Ringen um eine gemeinsame Lösung dabei. Dass in Friedenfels intensiver diskutiert wird stellen wir nicht in Abrede. Bei derart intensiver Diskussion sollte den Räten aber viel früher aufgefallen sein, dass ein kleines, aber sehr wichtiges Detail, nämlich die sichere Einholung der Zusage für eine Grunddienstbarkeit, vergessen wurde. Darauf wurden die Vertreter von Friedenfels durch unsere Bemühungen hingewiesen. Und Erpressung wird von unserer Seite sicher nicht ausgeübt - wir wollen eine Entscheidungsfindung. Vielmehr können und wollen wir uns nicht durch eine nicht gegebene Grunddienstbarkeit erpressen lassen. An dieser einen Entscheidung hängen 2700 Einwohner in unserem VG-Gebiet. Auch wir wollen nur das Beste für unsere Bürger."
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