Auerbach ein sicheres Pflaster

Zwei von drei Straftaten klärten die Beamten der Polizeiinspektion Auerbach im vergangenen Jahr auf. Bild: swt

Nach wie vor können sich die Bürger in Auerbach sicher fühlen. Die Polizei meldet in ihrer Statistik für das Jahr 2014 weniger Straftaten und eine hohe Aufklärungsquote von 66,7 Prozent. Sie verfehlte das Vorjahresergebnis von 68 Prozent nur knapp.

Zum Dienstbereich der Polizeiinspektion Auerbach und der ihr zugeordneten Polizeistation Vilseck gehören die sechs Gemeinden Auerbach, Edelsfeld, Hirschbach, Königstein, Freihung und Vilseck. Zusammen zählen sie aktuell etwa 23.000 Einwohner. Hinzu kommen um die 15.000 US-Amerikaner.

2014 registrierte die Polizeiinspektion 618 Straftaten; davon 274 in Auerbach, Hirschbach, Königstein und Edelsfeld. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 42 Straftaten.

Keine Tötungsdelikte

Kein Mensch kam im vergangenen Jahr durch Gewalt zu Tode. Die Rohheitsdelikte - unter anderem Raub, Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung - zeigten in Auerbach einen Rückgang um fünf Straftaten. Schwere und gefährliche Körperverletzungen sanken um zwei auf 16 Fälle. Nahezu alle Täter hätten unter Alkoholeinfluss gestanden, merkt die Polizei dazu an. Im Bereich der einfachen Körperverletzungen fällt ein Anstieg um 24 Straftaten auf.

Mit Räubern bekam es im vergangenen Jahr niemand zu tun. Diebe griffen 155 Mal nach fremdem Eigentum; ein Rückgang um 19 Fälle. Sorgen bereitet die steigende Zahl der Wohnungseinbrüche. Von drei wuchs sie im Bereich Auerbach und Vilseck auf sechs Fälle. Hier bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung, wenn Bettler an der Haustüre vorsprechen oder andere verdächtige Personen beobachtet werden. Nach vorliegenden Erkenntnissen werden die Örtlichkeiten oftmals vorher ausgekundschaftet.

Randalierer auf Vormarsch

Sachbeschädigungen bilden mit 101 Fällen (Vorjahr: 71) einen Schwerpunkt. Hier ist für das Jahr 2014 ein Anstieg um 30 Fälle zu verzeichnen. Allein die Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen sind von 19 auf 31 Fälle gestiegen. Weitere Sachbeschädigungen wie etwa Schmierereien und ähnliche Vorfälle verdoppelten sich fast von 14 auf 27 Fälle.

Die ohnehin niedrige Aufklärungsquote bei den Sachbeschädigungen ist im Vergleich zum Vorjahr (26,8 Prozent) noch einmal um 4 auf 22,8 Prozent gesunken. Es konnten also von 101 Fällen lediglich 23 geklärt werden. Im Bereich der Sachbeschädigungen ist die Polizei stark auf Hinweise und die Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen.

Landkreis steht gut da

Ein Maßstab, mit dem sich die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung vergleichbar darstellen lässt, ist die sogenannte Häufigkeitszahl. Sie errechnet sich aus der Anzahl der Straftaten, gerechnet auf 1000 Einwohner. Je niedriger der Wert, umso geringer ist die Belastung der Bevölkerung. Im Bereich des Präsidiums Oberpfalz kommen 45 Straftaten auf 1000 Einwohner. Die Häufigkeitszahl für ganz Bayern liegt bei 52 Straftaten pro 1000 Einwohner. Im Landkreis Amberg-Sulzbach beträgt die Häufigkeitszahl 29. Auf diesem Niveau bewegt sich auch der Raum Auerbach.

Zu den 412 geklärten Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion Auerbach und der Polizeistation Vilseck wurden insgesamt 366 Tatverdächtige ermittelt. Davon sind 262 (72 Prozent) männlich und 104 (28 Prozent) weiblich.
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