Auerbacher Drittliga-Handballer holen in Fürstenfeldbruck sieben Tore auf und gewinnen
Ruck nach hohem Rückstand

Der Auerbacher Spielertrainer Tobias Wannenmacher hatte vor dem Spiel ein gutes Gefühl, dass es diesmal gegen Fürstenfeldbruck klappen könnte. Bild: Ziegler
In einem nervenaufreibenden Spiel erkämpften sich die Handballer des SV 08 Auerbach in der 3. Liga Ost einen hochverdienten 31:30 (12:15)-Auswärtssieg beim Tabellendritten TuS Fürstenfeldbruck. Dabei ließen sie sich auch von einem zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand nicht aus dem Konzept bringen.

In den vergangenen Jahren hatten die Auerbacher gegen Fürstenfeldbruck oft Lehrgeld bezahlen müssen. Doch diesmal war Spielertrainer Tobias Wannenmacher "guter Dinge, dass da etwas gehen könnte". Beide Mannschaften begannen nervös und ließen die Zuschauer fast fünf Minuten auf die ersten Tore warten. Nach einem vom gut aufgelegten Lars Goebel gehaltenen, einem von Maximilian Lux in der 5. Minute verwandelten und einem weiteren vom TuS in der 6. Minute vergebenen Strafwurf jubelten die Gäste. Doch die "Panther" bissen zurück, nutzten zwei kurz hintereinander folgende Zeitstrafen gegen Ralph Weiss und Felix Müller, um das Spiel zu drehen. Die Gäste kamen in dieser Phase mit der extrem offensiven Ausrichtung der Schützlinge von Trainer Martin Wild überhaupt nicht zurecht. Mit schnellen, zeitweise fast schon hektischen, aber kontrollierten Aktionen warfen sich die Fürstenfeldbrucker Tor um Tor in Führung. Nach elf Minuten stand es 7:3, zur Pause 15:12.

In der zweiten Hälfte übernahmen zunächst die Gastgeber das Ruder, erhöhten die Schlagzahl noch einmal und legten einen Zwischenspurt mit fünf Toren am Stück hin (20:13). Das Spiel schien gelaufen zu sein. Möglicherweise schlich sich dieser Gedanke in diesem Moment auch in das Unterbewusstsein der Gastgeber, denn plötzlich schlug das Pendel in die andere Richtung aus. "Beim 21:14 war ich mir, ehrlich gesagt, nicht mehr ganz so sicher, ob es noch klappt", sagte der Auerbacher Felix Müller nach der Partie. "Aber irgendwie hat sich der Rückstand nicht wie sieben Tore angefühlt." Nun ging ein Ruck durch die Mannschaft, Müller warf drei Tore am Stück. Als dann in der 45. Minute Philipp Schöttner in Unterzahl den Anschlusstreffer zum 20:21 erzielte, war die Partie wieder völlig offen. Die Fürstenfeldbrucker hatten ihr Feuer verloren, Auerbach bestimmte nun das Spiel. Noch konnten sich die Gastgeber für einige Minuten über Wasser halten und einen knappen Vorsprung behaupten. Doch als in der 50. Minute die Gäste zunächst ausglichen (24:24) und dann in Überzahl sogar die Führung erzielten, war die Partie vollends auf den Kopf gestellt.

Nun lief das Team von Martin Wild lief ständig einem Rückstand hinterher. Einem Rückstand, der zwischenzeitlich drei Tore betrug (26:29). Die Gastgeber kamen zwar noch einmal bis auf 29:30 heran, doch das 29:31 in der 60. Minute durch Maximilian Lux brachte die endgültige Entscheidung. Die "Panther" waren gezähmt, Auerbach hatte zwei gleichermaßen verdiente wie wichtige Auswärtspunkte in der Tasche. "Ich bin richtig stolz auf mein Team", sagte ein sichtlich erleichterter Tobias Wannenmacher.
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