Auerbacher Handballer nach Niederlage in Leipzig auf Rang 12 - Im Endspurt versagen die Nerven: ...
Abstiegsplatz nicht mehr weit entfernt

Mit einer 28:34-Niederlage endete der zehnte Spieltag der 3. Liga für die Handballer des SV 08 Auerbach. Vor etwa 250 Zuschauern erwiesen sich die Sachsen aus Leipzig als das spielerisch bessere und einfallsreichere Team und zogen durch diesen verdienten Sieg an den Oberpfälzern vorbei auf Rang 9. Die Wannenmacher-Sieben dagegen rutschte um zwei Plätze ab, liegt nun mit 7:13 Punkten auf Platz 12 und hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Manch einer der etwa 75 mitgereisten Auerbacher Fans hatte sich wohl einen positiveren Abschluss des Leipzig-Wochenendes gewünscht und manch einer hatte wohl auch das gegnerische Team im Vorfeld unterschätzt. Nach dem verdienten Erfolg vor zwei Wochen in Fürstenfeldbruck hatte sich der eine oder andere Zuschauer offenbar auf einen weiteren Auswärtserfolg vorbereitet und sich von der bisher eher durchwachsenen Saison der SG LVB Leipzig täuschen lassen.

Fast schon überdreht wirkten einzelne der jungen Leipziger Spieler und schienen noch vor der Pause alle Weichen auf Sieg stellen zu wollen. Schnell gingen sie mit 3:1 in Führung und zeigten schon früh, dass sie talentierte und spielerisch gut ausgebildete Handballer sind. Zudem konnte man die Auswirkungen von teilweise neun Trainingseinheiten pro Woche durchaus erkennen.

"Die Jungs trainieren zwar nur zweimal pro Woche bei uns, sind daneben aber in mehreren Übungseinheiten für die Bundesligamannschaft der SC DHfK-Jugend gefordert", erklärte Leipzigs Trainer Nils Kühr. Auerbach kam aber nach einigen Minuten immer besser ins Spiel und ließ sich, gestützt auf eine gute Leistung von Lars Goebel, nicht weiter abschütteln. Hätten die Oberpfälzer in der Folgezeit die Möglichkeiten, die ihnen ihr Torhüter ermöglichte, besser genutzt, es hätte sicherlich nicht so lange gedauert, bis man ein Spiel auf Augenhöhe gesehen hätte. So jedoch fiel es den Gastgebern relativ leicht, den Vorsprung konstant bei zwei, drei Toren zu halten, zwischenzeitlich auf vier Tore auszubauen (8:4, 9:5) und den Gegner in die Schranken zu weisen. Vor allem Felix Müller hatte sich nach wenigen Fehlversuchen warm geworfen, verwandelte fast alle ihm gebotenen Möglichkeiten und setzte auch seinen Linksaußen Kenny Schramm immer wieder in Szene. Da sowohl der Abwehr als auch Lars Goebel einige Ballgewinne gelangen, konnten die Blau-Weißen durch schnelle Gegenstoßtore das Spiel offener gestalten und mit einem knappen 14:15-Rückstand in die Pause gehen.

Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild. Als aber in der 42. Minute Lux vom Siebenmeterpunkt traf und damit zur Begeisterung des lautstarken blau-weißen Anhangs sogar die erste Führung der Gäste erzielte, hatte mancher noch die Hoffnung auf einen ähnlichen Spielverlauf wie zwei Wochen zuvor.

Doch die Gastgeber ließen sich nicht hängen, glichen zweimal aus und nahmen das Steuer durch einfallsreiche Varianten wieder in die eigene Hand. Mit zwei vergebenen Chancen aus aussichtsreicher Position am Kreis, einem überhasteten Fehlpass und einem Schrittfehler gaben die Oberpfälzer den Gastgebern die Möglichkeit, durch schnelle Kontertore die Weichen auf Sieg zu stellen. Bereits vier Minuten später leuchtete ein ernüchterndes 33:27 von der Anzeigentafel, bevor zwei Minuten später die Sirene das Spiel beim Stande von 34:28 beendete.
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