Auerbacher Handballer überwinden Schwächephase in der zweiten Hälfte und schlagen Lohr mit 29:22
Mit Ruhe und Routine zum Erfolg

Trotz einer kurzen schöpferischen Pause in der zweiten Hälfte gewannen die Handballer des SV 08 Auerbach vor etwas mehr als 300 Zuschauern gegen den stark abstiegsgefährdeten TSV Lohr klar mit 29:22 (17:10). Bei noch fünf ausstehenden Partien führen die Oberpfälzer mit jetzt 40:2 Punkten die Tabelle an und liegen weiterhin vier Zähler vor der am Wochenende ebenfalls erfolgreichen DJK Waldbüttelbrunn.

Zu groß war der Unterschied im bisherigen Saisonverlauf der beiden Teams gewesen, weshalb wohl nur wenige eine spannende Partie erwartet hatten. Betrachtet man die nackten Zahlen, lässt sich auch im Nachhinein ein eindeutiger Spielverlauf vermuten. Und es sah über weite Strecken auch ganz nach einem einseitigen Spiel aus. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und zwangen mit einer konzentrierten 6:0-Deckung den Gast aus Unterfranken immer wieder zu Fehlern. Vor allem Andreas Wolf schaltete und waltete wie er wollte und war von der Gästeabwehr kaum zu halten. Der TSV Lohr zeigte sich völlig verunsichert, beging viele technische Fehler und überließ den Gastgebern fast kampflos das Feld. Einzig Linkshänder Jannick Bardina, aber auch Tamas Szabo im Tor der Gäste stemmten sich gegen die Übermacht der Auerbacher (Pausenstand 17:10).

Doch dass man sich im Handball nicht auf Statistiken verlassen sollte, zeigte sich kurz nach Wiederanpfiff. Andreas Wolf wurde von der Lohrer Abwehr nun "kurz genommen" und damit aus der Partie. "Die Manndeckung gegen Andi hat uns irgendwie aus dem Konzept gebracht und ist etwas, woran wir noch arbeiten müssen", zeigte sich Spielertrainer Tobias Wannenmacher nach der Partie mit der zweiten Hälfte unzufrieden. Man hatte fast den Eindruck, die Oberpfälzer wollten es mit der Brechstange richten. Reihenweise nahmen sie ihre Würfe viel zu hastig und unvorbereitet und scheiterten immer wieder an der Gästeabwehr oder an Tamas Szabo. Lohr dagegen nutzte die Fehler geschickt zu schnellen und einfachen Gegentoren und holte Treffer für Treffer auf.

Als Maximilian Lux in der 42. Minute seinen zweiten Strafwurf vergab, hatten die Gäste bereits bis auf zwei Tore verkürzt (19:17), glichen in der 46. Minute gar zum 19:19 aus und schlossen damit einen 9:1-Tore-Lauf ab.

Auerbach schien von der Rolle und ließ sich auch von den in dieser Phase teilweise überraschenden Entscheidungen der Unparteiischen zu sehr beeindrucken. Aber Tobias Wannenmacher und Michael Werner kamen nun ins Spiel und brachten mit ihrer Erfahrung die nötige Ruhe zurück. Schnell nahm der Gastgeber das Ruder wieder in die Hand, zwang die Unterfranken wieder ins Positionsspiel und damit zu Fehlern und agierte auch im Angriff wieder effektiver. In der 55. Minute erzielte Michael Werner, nachdem er zuvor bereits drei Strafwürfe herausgeholt hatte, die viel umjubelte 24:20-Führung und spätestens als Philipp Walzik etwas mehr als eine Minute vor Schluss einen Strafwurf der Gäste verhinderte, war die Partie gelaufen. Wannenmacher zeigte sich hoch erfreut über die Unterstützung von den Rängen gerade in der zweiten Halbzeit.

SV 08 Auerbach: Walzik; M. Müller, Tannenberger, Werner (1), Hofmann, Lux (3/1), Wannenmacher, Herold (2), Schramm (7/2), F. Müller (3), Wolf (10/2), Schöttner(3).
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