Auerbachs Trainer warnt vor Schlusslicht USV Halle - Mitaufsteiger zu Hause im Aufwind
Der erste Eindruck täuscht

Mit ausgestrecktem Arm und Knie voraus hält Andreas Wolf (am Ball) seinen Gegner auf Abstand - und seine Mannschaft will den Abstand zu den Abstiegplätzen halten. Bild: Ziegler
Das Ziel ist klar: Die Handballer des SV 08 Auerbach wollen ihren kleinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze halten - besser noch vergrößern. Dazu muss die Mannschaft von Spielertrainer Tobias Wannenmacher am zwölften Spieltag der 3. Liga Ost beim Schlusslicht USV Halle jedoch eine ähnlich konzentrierte Leistung abrufen wie zuletzt gegen Groß-Umstadt oder auch in Leipzig. Anwurf ist am Samstag, 21. November, um 19 Uhr in der Sporthalle am Bildungszentrum.

Die Auerbacher sind gewarnt, denn der mitteldeutsche Meister und Mitaufsteiger USV Halle gewann nach sieben Niederlagen in Serie seine letzten beiden Heimspiele gegen Bad Neustadt und Großwallstadt. Die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt hatte ein ähnlich schweres Auftaktprogramms wie Auerbach und musste zunächst viel Lehrgeld bezahlen. Fünf teils deftige Niederlagen ließen das Team um Trainer Jörg Neumann tief in den Abstiegsstrudel stürzen. Die Verantwortlichen des Tabellenletzten zogen die Konsequenzen und beriefen Linkshänder Fabian Metzner (27) zum Nachfolger für den zum 1. Oktober zurückgetretenen Neumann.

Auch wenn gegen Groß-Bieberau (22:30) und in Fürstenfeldbruck (26:39) erneut zwei deutliche Schlappen folgten, scheint sich seither dennoch einiges geändert zu haben. Gelang am achten Spieltag gegen den HSC Bad Neustadt eine für manchen noch überraschender Sieg, so zeigte man auch bei der knappen Niederlage in Rödelsee (30:31) und beim Heimsieg gegen den TV Großwallstadt (33:26) einen deutlichen Aufwärtstrend. Vorallem in eigener Halle spielte der USV Halle oft stark auf und bot auch den Top-Teams die Stirn. Am vergangenen Wochenende musste man zwar eine mehr als deftige 26:43-Niederlage in Kirchzell einstecken, ob diese im Heimspiel noch Wirkung zeigt, müssen die Auerbacher nun herausfinden. Besondere Aufmerksamkeit sollten sie dabei den Rückraumspielern Maximilian Haase (27) und Pierre Sogalla (25) widmen. Beide agieren hauptsächlich aus dem linken Rückraum, Haase auch in der Mitte, und beide haben bereits über 60 Treffer erzielt (68/65). Daneben stellt Kreisläufer Martin Danowski (22) einen ständigen Gefahrenherd dar. Der 1,90 Meter große Neuzugang vom ESV Lok Pirna steuerte bisher 38 Tore bei. "Halle wird eine große Herausforderung für uns", sagt Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher. "Wir haben in den letzten Jahren immer wieder gegen Teams vom Tabellenende unsere Probleme gehabt, vor allem nach Siegen in eigener Halle. Das war in Cottbus so, wo es gerade noch zu einem Punkt gereicht hat, das war in Zweibrücken so, wo die Niederlage letztlich unseren Abstieg besiegelte und auch in der vergangenen Saison in Anzing haben wir uns sehr schwer getan."

Zudem musste das Team wieder mit einigen berufsbedingten Trainingsausfällen leben. Wannenmacher: "Die vier Spiele bis zum Ende der Hinrunde sind allesamt Vier-Punkte-Spiele. Teams wie Halle, Baunatal, Kirchzell und Großwallstadt sind alle in unserer Tabellenregion und wir sollten möglichst viele Zähler gegen sie sammeln, damit der Druck in den folgenden schweren Auswärtsspielen nicht zu übermächtig wird. Ich hoffe, wir können bereits an diesem Wochenende einen oder gar beide Punkte ergattern."

SV 08 Auerbach: Tor: Bayerschmidt, Goebel. Feld: Tannenberger, Weiss, Neuß, Lux, Laugner, Wannenmacher, Herold, Büttner, Schramm, Müller, Wolf, Schöttner.
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