Auf den Holzdielen groovt's

Riesen-Stimmung bei den "Farmers Five": "Krass, wie Tina Turner", meinte ein begeisterter Zuhörer zu Rockröhre Silvia Schnell. Bilder: bgm (3)

"Es heißt ja Applaus ist des Künstlers Brot ... und heute hat die Bäckerei offen gehabt", sagt Christian Witt mit einem Grinsen. Er ist am Freitagabend mit "Barbari Bavarii" als eine von sechs Bands bei der Groove Night am Schafferhof aufgetreten.

Neuhaus. (bgm) Sie waren zu Beginn an der Reihe. Anfangs habe das Publikum noch den "respektvollen Abstand" zur Band gehalten. "Dann haben die Leute aber gleich mitgemacht", erzählt Witt. Das bestätigt auch Max. "Die haben das sehr gut gemacht. Live ist einfach was anderes", sagt der Windischeschenbacher. Auch seine Bekannten Judith aus Erbendorf und Patrick aus Wurz sind von der Band aus dem Landkreis Neustadt angetan. "Das ist amüsant anzuschauen", meint Patrick.

"Echt geil"

Etwas anderes als ihre sonstigen Auftritte ist der Abend für "Barbari Bavarii" schon: Ihr Programm dauert eineinhalb Stunden. Auch für die anderen fünf Bands, die nicht weniger begeisterte Fans in Haupthaus, Tenne oder Scheune locken, ist je eine Stunde eingeplant. Zum Beispiel für "Ohrange music", die ihrem Publikum deutschsprachige Texte bieten, oder für "Burst", drei Musiker, die mit Gospel, Jazz und Soul aufwarten. "Eine sehr bunte Mischung. Echt geil", bestätigt Barbari-Sänger Witt.

Bilder von Benedikt Grimm


"Die Bands haben wir bewusst so ausgewählt, dass wir regionalen Gruppen eine Plattform bieten", sagt Schafferhof-Wirt Reinhard Fütterer. 2009 habe es die Groove Night schon einmal gegeben. "Wir sind so oft drauf angesprochen worden, das mal wieder aufleben zu lassen, weil's so cool war" , erklärt er. Dabei dringt die kehlige Stimme von Silvia Schnell aus der Scheune, die mit "Farmers Five" abrockt. "Die ist eine Granate", sagt Fütterer begeistert. "Das ist krass, wie Tina Turner", meint Mike dazu, von der Band "Colt Seavers".

Rock, Soul, Jazz, Rock'n'Roll

Da Jazz, dort Rock'n'Roll. "Die Leute schlendern von Location zu Location", beschreibt Fütterer. Rockröhre Silvia heizt in der Scheune dem Publikum weiter ein. Stücke von Michael Jackson oder Nancy Sinatra gibt sie zum Besten. "Beast of Burden" von Bette Midler scheint ihr wie auf den Leib geschneidert. Im Programm ist ihr Auftritt bis 22.30 Uhr geplant, doch da ist noch lange nicht Schluss.

Auch bei "Colt Seavers" habe das Publikum "extrem gut mitgemacht", meint Sänger Mike. Kollege Jack lobt die "wirklich gute Akustik" in der Tenne. Die "Havlicek Brothers spielen in der vollen Tenne gegen Mitternacht noch auf. "I Feel Good" von James Brown, "Hit the road Jack" von Ray Charles oder "Crazy little thing called love" - der Holzdielenboden bebt. Vom hinteren Bereich blickt man auf ein Meer aus nickenden Köpfen, sich drehenden Schultern, nach oben angewinkelten Armen, die Hände zu lockeren Fäusten geballt, sich im Takt bewegenden Menschen - kurz: es groovt.
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