Auf den Spuren von Dracula

Aufmerksam verfolgten die Kinder aus der Gemeinde Freudenberg die Ausführungen von Rudi Leitl, dem Gebietsbetreuer beim Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach. Bild: sche

Dracula auf dem Johannisberg? 51 Kinder und Erwachsene begeben sich auf die Suche nach blutsaugenden Grafen - und finden Fledermäuse.

(sche) Im Ferienprogramm lud die CSU Freudenberg zu dieser Aktion ein. Mit von der Partie war Rudi Leitl, Gebietsbetreuer beim Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach und Experte für Fledermäuse. Angesichts der hohen Temperaturen aber suchen die nächtlichen Gleiter lieber kühle Quartiere wie Baumhöhlen oder Felsspalten auf. So war es nicht verwunderlich, dass die Gruppe länger unterwegs war, ehe eine einzelne Bechsteinfledermaus entdeckt wurde. Kurz darauf wurde jedoch eine ganze Kolonie der sehr seltenen Fledermausart erspäht. Diese ist am Johannisberg seit 1993 bekannt. Leitl vermittelte Wissenswertes über das Leben der Fledermäuse, ihre Flugkünste, das Jagen bis hin zur Aufzucht der Jungen. Jetzt wissen die Teilnehmer, dass es bei uns keine blutsaugenden Arten gibt und dass die Fledermausfrau anhand des Nahrungsangebotes auswählen kann, ob sie ein Junges bekommt oder nicht.

Beim Aufstieg hörte und beobachtete man Tausende Waldgrillen, eine in den Laubwäldern am Südhang charakteristische Erscheinung. Nach zweieinhalb Stunden zeigte Leitl den Kindern amerikanische Signalkrebse aus dem Hammerbach und erklärte, warum diese Art größtenteils unseren europäischen Edelkrebs vertrieben hat. Im Anschluss lud Vorsitzender Alwin Märkl Kinder und Eltern ins Sportheim zu Bratwurstsemmeln und Erfrischungsgetränken ein.
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