Auf der Suche nach Außerirdischen

Was könnte spannender sein, als sich mit fremden Planeten zu beschäftigen. Forscher Jean-Pierre Paul de Vera macht genau das. Dabei denkt er auch über Außerirdische nach.

Klein, grün und glibberig. So stellen sich viele Leute Außerirdische vor. Dass es tatsächlich Leben auf anderen Planeten gibt, halten Weltraumforscher schon lange nicht mehr für Spinnerei. Wenn Kinder von heute erwachsen sind, könnte man das sogar schon bewiesen haben, sagt Jean-Pierre Paul de Vera. Der Wissenschaftler interessiert sich für ferne Planeten und die Frage, ob es dort Leben geben könnte.

Viele Weltraumforscher glauben, dass man schon in 10 bis 20 Jahren Leben im All finden wird. Sie auch?

Jean-Pierre Paul de Vera: "Ja, bestimmt. Ob in 10 oder 20 Jahren, das kann ich nicht sagen, aber sicher noch in meinem Leben. Das werden vermutlich Mikroorganismen sein, also so etwas wie Bakterien."

Keine kleinen, grünen Männchen?

de Vera: "Ne, das wohl nicht. Zumindest nicht in unserem Sonnensystem. In anderen Sternensystemen könnte es schon intelligentes Leben geben. Wenn es hier entstanden ist, warum nicht auch woanders?"

Warum interessieren sich Forscher überhaupt dafür, ob es Leben im All gibt?

de Vera: "Weil wir nur das Leben in seiner Vielfalt auf der Erde kennen und gerne wissen möchten, ob auf anderen Planeten Leben überhaupt entstehen konnte. Und ob das Leben sich vielleicht auch anders entwickelt haben könnte."

Wie sucht man denn nach Außerirdischen?

de Vera: "Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen halten Wissenschaftler mit großen Teleskopen nach Exoplaneten Ausschau. Das sind Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die um andere Sterne kreisen. Sie untersuchen zum Beispiel, ob diese Planeten eine Atmosphäre haben und ob es Spuren von Wasser gibt. Das sind zwei wichtige Voraussetzungen dafür, dass Leben entstehen kann. Zum anderen können wir in unserer Nachbarschaft die Himmelskörper auch direkter untersuchen. Auf dem Planeten Mars zum Beispiel fahren ferngesteuerte Fahrzeuge, die den Planeten mit Messgeräten erforschen."

Und haben die Fahrzeuge schon etwas gefunden?

de Vera: "Eines hat tatsächlich herausgefunden, dass es einmal Wasser auf dem Mars gab. Ein direkter Nachweis von Leben ist aber bisher noch nicht gelungen."

Glauben Sie, dass es dort Leben gibt?

de Vera: "Heute ist der Mars ein extrem lebensfeindlicher Planet. Vor vielen Millionen Jahren war das etwas anders. Vielleicht hat sich damals Leben entwickelt. Und vielleicht haben diese Lebensformen bis heute überdauert. Zum Beispiel unter der Oberfläche des Planeten oder in irgendwelchen Felsspalten, wo sie etwas geschützt sind. Wir finden es hoffentlich eines Tages heraus." (dpa)
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