Auf die Kugel kommt es an

Die Aufnahmeprozedur in den Rauchclub hat sich seit 1891 nicht geändert. Bei jedem Gesellschaftsabend kann über den oder die Kandidaten abgestimmt werden. Dann erhält jedes Mitglied eine schwarze und weiße Kugel, etwa so groß wie Murmeln. Als Abstimmungsurne dient eine Holzschachtel von der Größe einer Zigarrenkiste, die oben in zwei weiß und schwarz markierte Felder getrennt ist.

Wer Zustimmung signalisiert, der ordnet verdeckt seine Kugeln farb-richtig zu. Wer schwarz in das weiße Fach fallen lässt und weiß in das schwarze, der lehnt die Aufnahme ab. Bei der Auszählung heutzutage sind Überraschungen nicht zu erwarten. Früher war es Brauch, den Kandidaten ordentlich zu schröpfen, weil pro Gegenstimme eine Maß Bier fällig war. (km)
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