Auf die Suche nach der Quelle des Lebens machten sich die zahlreichen Gläubigen beim
Musik gibt Trost und Hoffnung

Passionskonzert in der Pfarrkirche in Schlicht.

(ct) Die Besinnung in der Fastenzeit und die Begegnung mit Jesus und seinem Leiden ermöglichte der Kirchenchor Schlicht bei seinem mittlerweile 17. Passionskonzert. Es war wieder eine beeindruckende Stunde, die die Besucher einerseits zum Nachdenken anregte, ihnen andererseits aber auch einen großartigen musikalischen Genuss bot.

Nachdem Chorleiter Heinz Krob Mitwirkende und Besucher begrüßt hatte, stimmten die Schlichter Turmbläser, ein Sextett aus den Reihen der Werkvolkkapelle unter Leitung von Andreas Kredler, mit dem "Feierlicher Marsch" von Leonhard Peischer und arrangiert von Erich Sepp, auf die besinnliche Stunde ein. Pfarrer Johannes Kiefmann zeigte sich dankbar für das "Geschenk dieser Stunde der inneren Vorbereitung und Einstimmung auf das Geschehen der Karwoche und Ostertage". Der Priester bezeichnete sie als Gelegenheit, bei der man die Freude des Glaubens durch geistliche Musik und nachdenklich machende Texte erfahren dürfe.

Texte wirken nach

Eindrucksvoll verdeutlichte der Kirchenchor Schlicht unter Leitung von Heinz Krob das Leiden Jesu mit dem "Gebet" von Georg Friedrich Händel und dem Kreuzlied. Sehr besinnlich war auch der Vortrag der Schlichter Stub'nmusik (Leitung Paula Stubenvoll), die mit Hackbrett, Zither, Gitarren, Akkordeon und Kontrabass ein Menuett von Tobi Reiser, das Herz-Jesu-Menuett von Guenter Hausner und schließlich die Melodie "Zur Passion" zu Gehör brachte.

Die ruhig und sicher vorgetragenen Instrumentalstücke boten Gelegenheit, die Liedtexte nachwirken zu lassen, ebenso wie der überzeugende Vortrag der Organistin Saskia Pröls, die mit dem Orgelchoral "O Haupt voll Blut und Wunden" und dem Präludium in G (Johann Sebastian Bach) erstmals, aber schon erstaunlich sicher, an der Kirchenorgel mitwirkte.

Zwischen den musikalischen Stücken las Frauenbund-Vorsitzende Monika Krieger Passagen aus dem Buch "Zurück zur Quelle des Lebens" (Andrea Schwarz) vor. Der Text führte die Verzweiflung und Orientierungslosigkeit eines Menschen im Dschungel von beruflichen Anforderungen und den vielfältigen Ablenkungsangeboten der modernen Gesellschaft vor Augen - und auch die mühsame Suche nach der echten Quelle für ein erfülltes Leben.

Gottvertrauen und tröstliche Hoffnung vermittelten die Lieder, die der Männergesangverein Hahnbach unter Leitung von Jana Müller sehr behutsam, aber voll klingend und harmonisch bot. Die innige Bitte "Gib uns, Herr, den Frieden" (Otto Groll), das eindringliche "Stabat mater" (Christi Mutter stand in Schmerzen), eine Weise von Nanino, sowie das vertrauensvolle "Herr der Welten", ein Chorsatz von Manfred Bühler, waren die Lieder, mit denen der Männerchor sehr beeindruckte.

Imponierend waren auch Hedwig Trummer an der Orgel und ihre Nichte Irene Meiler an der Posaune, die ruhig und sehr gut abgestimmt die Stücke "Pavane", "Credo" und "Hymne", jeweils aus Musica Religiosa von Jakob de Haan, vortrugen. Einen eindrucksvollen Schlussakkord setzten schließlich der Kirchenchor Schlicht mit dem Lied "Flieg hin, du Zeit" von Karl Haus und der Aufforderung "Hebe deine Augen auf" von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie die Turmbläser mit "Always on my mind" von Elvis Presley.

Spenden für Pfarrei

Die Besucher dankten nach einem gemeinsamen Schlusslied den Akteuren mit langanhaltendem Beifall. Aber sie erwiesen sich auch sehr großzügig mit Spenden, so dass der Chorleiter und Organisator Heinz Krob einen ansehnlichen Betrag für dringende Anliegen der Pfarrgemeinde Schlicht an Pfarrer Johannes Kiefmann übergeben kann.
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