Auf einem guten Weg

Das Kanalnetz der Abwasseranlage in Kirchenthumbach hatte ein massives Problem: Jede Menge Schadstellen ließen Fremdwasser eindringen, so dass dessen Anteil 85 Prozent betrug. Mittlerweile hat sich die Situation etwas gebessert.

Kirchenthumbach. (stg) Der Fremdwasseranteil sei auf 75 Prozent gesenkt worden, teilte Werner Erhart vom Ingenieurbüro für Tiefbautechnik Wolf & Zwick aus Marktredwitz in der Oktober-Sitzung des Marktgemeinderats mit. "Das heißt aber nicht, dass wir uns jetzt ausruhen können", betonte er.

Der Experte erläuterte dem Gremium, dass eine Kläranlage mit einem zu hohen Fremdwasseranteil nicht richtig reinigen könne. Vorgabe sei es, den Anteil auf 50 Prozent zu senken. Mit den bisher vorgenommenen Maßnahmen - der Abdichtung zahlreicher schadhafter Stellen - sei man auf einen guten Weg, erklärte Erhart.

Warten aufs Frühjahr

Etwa zwei Drittel der für 2015 avisierten Maßnahmen seien abgeschlossen, in den nächsten beiden Wochen sollen weitere Lecks gestopft werden. Inwiefern die Maßnahmen auf Dauer greifen, werde sich im Laufe des nächsten Jahres zeigen.

Auf Nachfrage erläuterte Erhart, dass die abgedichteten Stellen auch dicht seien. "Wir wissen aber nicht, was das Wasser macht und ob es sich neue Einfluss-Stellen sucht." Eine Prognose, wie sich die Situation im Frühjahr 2016 darstelle, werde er deswegen nicht wagen.

Weil in Kirchenthumbach im Vergleich zu anderen Kommunen einfach extrem viel Fremdwasser da sei, gebe es keine Alternative zu dem eingeschlagenen Weg, machte Erhart deutlich. Er wies auch darauf hin, dass die Gegenmaßnahmen bislang nur das öffentliche Kanalnetz betreffen.

"Irgendwann wird man sich aber auch über die privaten Hausanschlüsse unterhalten müssen", sagte er. Denn schätzungsweise die Hälfte des Fremdwassers gelange darüber ins Kanalnetz.
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